BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Stephan Lina/BR
Bildrechte: BR

Der Branchenverband HDE hat die Stimmung im Einzelhandel erfragt: Die überwiegende Mehrheit befürchtet eine Pleitewelle.

16
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Einzelhändler fürchten Pleitewelle

Die Corona-Krise trifft den deutschen Einzelhandel unterschiedlich stark. Während vor allem Onlinehändler und Supermärkte über gute Geschäfte berichten, sieht die Lage im stationären Einzelhandel, vor allem in den Innenstädten, düster aus.

16
Per Mail sharen
Von
  • Stephan Lina

Menschenleere Schmuckgeschäfte; Modeläden, in denen die Kleidung wie Blei in den Regalen liegt. Mehr als jeder dritte Einzelhändler außerhalb der Lebensmittelbranche sieht sich wegen der Virus-Pandemie in seiner Existenz bedroht. Nach wie vor kommen deutlich weniger Kunden als vor der Coronakrise in die Geschäfte, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE heute in Berlin.

Überbrückungshilfen müssen so rasch wie möglich kommen

Eine bundesweite Umfrage unter 400 Unternehmen zeige, dass die Hälfte der Nicht-Lebensmittelhändler aktuell weniger als 75 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielten. Ein Drittel der Befragten gebe an, dass im Vergleich zum Vorjahr maximal halb so viele Kunden zum Shopping unterwegs seien.

Vor allem der Blick nach vorne mache dem Verband Sorgen, so Genth. Für die Zukunft sehen knapp 80 Prozent der Händler schwarz. Sie rechnen damit, dass es als Folge der Corona-Krise eine Insolvenzwelle in der Branche geben und sich damit das Bild der Innenstädte verändern wird. Der Verband fordert, die von der Bundesregierung angekündigten Überbrückungshilfen für Unternehmen müssten so rasch wie möglich beschlossen und umgesetzt werden.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!