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Eine Frage der Existenz: Das Ende der Freiland-Eier | BR24

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Eine Frage der Existenz: Das Ende der Freiland-Eier

Seit Mitte November gilt wegen der Vogelgrippe bei Geflügel die Stallpflicht. Für die Bauern war das bisher vor allem mit mehr Arbeit verbunden. Aber ab kommenden Montag kommen aber noch finanzielle Sorgen dazu.

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Denn von da an gilt die Zwölf-Wochen-Regel. Sie besagt: Eier von Freilandhühnern, die nicht hinaus dürfen, müssen mit dem Hinweis 'Bodenhaltung' gekennzeichnet werden. Und das hat Folgen fürs Einkommen, denn: Eier aus Bodenhaltung bringen weniger ein. Hubert Schranner aus Hörgertshausen hat 30 000 Hühner, 12 000 leben in einem neuen Freilandstall in zwei Herden. Der Stall hat vor drei Jahren gut eine Million Euro gekostet. Wenn der Bauer jetzt ab Montag pro Ei 4 Cent weniger bekommt, fehlen ihm täglich 450 Euro. Falls die Stallpflicht bis Ende April dauern sollte, summiert sich der Fehlbetrag auf rund 35.000 Euro.

Kein Problem mit der Stallpflicht

Die Stallpflicht selbst hält er für richtig - trotz dem immensen Aufwandes, den sie für ihn mit sich bringt. Aber was ihm aufstößt ist die Zwölf-Wochen-Regel. Er fordert eine Gleichstellung gegenüber den Bio-Eier-Produzenten. Denn die müssen keine Konsequenzen aus der Stallpflicht ziehen.
"Bio-Eier dürfen auch nach diesen 12 Wochen als Bio-Eier verkauft werden, auch wenn die Hühner nicht raus dürfen. Die haben einen Wintergarten. Das haben wir auch. Wenn man Rauhfütterung und Heueinstreu macht, wenn man Luzernballen einstreut – das machen wir auch." Landwirt Hubert Schranner