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© BR / Mathias Knappe
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Uwe Anspach

Immer mehr Menschen arbeiten immer häufiger im Homeoffice. Aber wie kann man seine Mitarbeiter führen, wenn man sie nie sieht? Ein Gespräch mit Zuzana Blazek vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

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Ein Jahr Corona: 'Führen auf Distanz' verändert die Arbeitswelt

Ein Jahr Pandemie bedeutet in vielen Firmen das Ende der Präsenzkultur. Die Chefinnen und Chefs mussten schnell lernen, ihren Führungsstil umzustellen. Große Auftritte im Büro waren nicht mehr möglich, stattdessen brauchten sie digitale Fähigkeiten.

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Von
  • Hanna Heim

Durch die Corona-Pandemie und den Appell der Politik, wo immer möglich im Homeoffice zu arbeiten, ist eine zuvor argwöhnisch betrachtete Notlösung zum Mittel der Wahl aufgestiegen: Das Führen auf Distanz. In dessen Mittelpunkt steht der Faktor Mensch, das heißt, wer jetzt gut kommunizieren kann, klare Regeln aufstellt und sich aktiv um Motivation und Zusammenhalt im Team kümmert, hat in der Pandemie einen entscheidenden Vorteil.

Neue und ungewohnte Rahmenbedingungen

Viele Chefinnen und Chefs konnten damit auch gute Erfahrungen machen, sagt Thomas Batz, Professor für Führungsmanagement und Human Resources an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Allerdings birgt dieses neue Werkzeug auch Gefahren. "Die Rahmenbedingungen sind mit einem Schlag ganz neu und ungewohnt", erklärt der Professor. Das setzte Führungskräfte unter Druck, "vielleicht sogar massiv unter Druck und die Gefahr besteht, dass diese den Druck einfach weitergeben. Oder eine Flut von neuen Regeln einführen, um so die vermeintlich verlorene Kontrolle zurückzuerlangen."

Experten: Führen auf Distanz wird bleiben

Deshalb sei es wichtig, empfiehlt Batz, dass Führungskräfte gut geschult und gecoacht werden, auch langfristig. Denn das Führen auf Distanz wird, dort wo es geht, auch nach der Pandemie ein fester Bestandteil der Arbeitswelt bleiben, darin sind sich Wirtschaft und Wissenschaft weitgehend einig.

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