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Stichwort EEG-Umlage

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EEG-Umlage: billiger für Verbraucher, teuer für Steuerzahler

Die Verbraucher können sich freuen: Sie müssen im kommenden Jahr eine niedrigere Umlage zur Förderung des Ökostroms bezahlen. Jetzt zeigt sich: dieser Beschluss kostet den Bund fast 11 Milliarden Euro.

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Die Umlage zur Förderung des Ökostroms, die sogenannte EEG-Umlage, sinkt für den Verbraucher im nächsten Jahr. Das hatte die Bundesregierung im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms entschieden. Ohne diesen Beschluss wäre die von den Stromkunden zu zahlende Abgabe um 40 Prozent gestiegen auf 9,651 Cent je Kilowattstunde. Ein Rekordwert. Das gaben die Übertragungsnetzbetreiber jetzt bekannt.

Verbraucher zahlen künftig knapp 4 Prozent weniger

Für den Endkunden wird die Umlage ab dem 1. Januar 2021 billiger: sie sinkt von derzeit 6,756 Cent im nächsten Jahr auf 6,5 Cent je Kilowattstunde. Die Differenz muss nun der Bund begleichen. Das wird den Staatshaushalt im nächsten Jahr mit 10,8 Milliarden Euro belasten.

Stromverbrauch sinkt in Coronakrise

Schuld an dem rein rechnerisch starken Anstieg der EEG-Umlage sei auch die Corona-Krise, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, Tennet und TransnetBW mit. Der Stromverbrauch sei in den vergangenen Monaten zurückgegangen, ebenso die Preise an der Strombörse.

EEG-Umlage macht ein Viertel des Strompreises aus

Die EEG-Umlage gibt es seit 17 Jahren. Mit der Abgabe wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne gefördert: Die Produzenten bekommen für ihren Ökostrom feste Vergütungen unabhängig vom Marktpreis. Der Umlage macht derzeit ungefähr ein Viertel des Strompreises aus.

Strom könnte dennoch teurer werden

Die Bundesregierung hat beschlossen, die EEG-Umlage nicht nur im kommenden Jahr sondern auch 2022 zu deckeln. Der Strom könnte aber dennoch teurer werden. Neben der Umlage sind etwa Netzentgelte ein wichtiger Bestandteil des Strompreises. Wie stark diese steigen, ist aber noch unklar.

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