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Edeka: Frühere Tengelmann-Filialen auf Erfolgskurs | BR24

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Edeka hat 2017 einen Großteil der Tengelmann-Filialen übernommen - mit der Auflage, fünf Jahre lang die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten.

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Edeka: Frühere Tengelmann-Filialen auf Erfolgskurs

Edeka hat 2017 einen Großteil der Tengelmann-Filialen übernommen - mit der Auflage, fünf Jahre lang die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten. Nach der Hälfte der Zeit sieht Edeka die Übernahme gelungen und spricht von starkem Wachstum.

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Die Übernahme von Tengelmann-Filialen durch Edeka war nur mit Hilfe einer umstrittenen Ministererlaubnis möglich. Diese sah eine Arbeitsplatzgarantie von fünf Jahren für die damals rund 15.000 Beschäftigten vor. Edeka verbreitet nach einer ersten Zwischenbilanz Zuversicht. Arbeitnehmervertreter sehen das anders.

Edeka spricht von einem Erfolg

In den ehemaligen Tengelmann-Läden läuft es gut, heißt es in der Edeka-Zentrale. Von einem zweistelligen Umsatzanstieg ist insgesamt die Rede. Ein Großteil der übernommenen Filialen stehen in Südbayern. Den größten Aufschwung gibt es aber in den Standorten in Nordrhein-Westfalen, die zuvor besonders große Probleme hatten.

Gewerkschaft Verdi bleibt skeptisch

Edeka stellt nach eigenen Angaben sogar zusätzliches Personal ein. Man liege zur Halbzeit über der vom damaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel für fünf Jahre festgesetzten Mindestzahl an Mitarbeitern. In Vollzeitstellen gerechnet seien es knapp 400 Arbeitsplätze mehr. Bei der Gewerkschaft Verdi spricht man allerdings von Rechentricks, weil dazu auch viele Aushilfen gezählt würden.

Die Gewerkschaft moniert außerdem, dass die geltenden Rechte der ehemaligen Tengelmann-Beschäftigten nicht immer eingehalten würden und teilweise vor Gericht erstritten werden müssten. Mit Sorge sieht Verdi auf die Zeit, wenn die Auflagen der Ministererlaubnis 2022 auslaufen. Dann dürften härtere Zeiten für die Beschäftigten anbrechen, befürchtet die Gewerkschaft.