BR24 Logo
BR24 Logo
Wirtschaft

#fragBR24: So lade ich mein E-Auto daheim | BR24

© BR

Elektroauto gekauft, in die Garage gestellt und jetzt einfach den Stecker in die Dose? Lieber nicht! So lade ich mein E-Auto daheim? #fragBR24

27
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

#fragBR24: So lade ich mein E-Auto daheim

Autofahrer sind es gewohnt zu tanken, wann und wo immer sie es brauchen. Das Elektroauto wird erst dann zur ernsthaften Alternative. Das klappt am besten, wenn man auch zu Hause laden kann. Wissenswertes rund um die sogenannte "Wallbox".

27
Per Mail sharen

Wer seinen Stromer daheim laden möchte, sollte die einfache Steckdose meiden. Denn das kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch gefährlich. Die Dauerbelastung eines Ladevorgangs kann zu Kurzschlüssen und Kabelbränden führen, selbst wenn viele Elektroautos mit einem Schuko-Kabel geliefert werden.

Eine Wandladestation, auch Wallbox oder Wall Connector genannt, wird deshalb als notwendige Zusatzausstattung für Innen und Außen empfohlen. Statt 3,7 kW, wie bei der Haushaltssteckdose, bieten Wallboxen je nach Modell und Anschluss zwischen 3,7 und 22 KW. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wallbox daheim:

1. Kann man sich eine eigene Ladestation ins Haus bauen ?

Ja. Im Einfamilienhaus ist das normalerweise kein Problem – vorausgesetzt die Stromversorgung ist möglich. Am besten lässt man die sogenannte "Wallbox“ in der Garage montieren. Das ist sicher, komfortabel und man lädt das Auto mit hoher Leistung zum Beispiel über Nacht auf. Im Mehrfamilienhaus wird es schwieriger. Für das E-Auto braucht es einen geeigneten Stellplatz mit ausreichend Strom. Vor allem aber braucht es dazu nach derzeitiger Rechtslage die Zustimmung des Hauseigentümers, beziehungsweise bei einer Eigentümergemeinschaft die einstimmige Zustimmung aller Eigentümer.

Das soll sich jedoch bald mit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) ändern, welches gerade im Bundestag beraten wird. Dies dürfte zu gesteigertem Ausbau in Tiefgaragen führen. Problem bislang dabei: Geraten Elektroautos in Brand, steht die Feuerwehr vor riesigen Löschproblemen.

2. Was kostet eine Wallbox?

Eine Wallbox kostet zwischen 500 und 2.000 Euro ohne Installation. Den Einbau und den Anschluss ans Netz muss ein Fachbetrieb durchführen. Die Boxen unterscheiden sich vor allem bei der Ladeleistung. Zu beachten: Ladebox und Auto müssen zusammenpassen.

3. Gibt's Zuschüsse ?

Ja. Geld gibt es etwa von der Förderbank KfW, einzelnen Landesregierungen, Gemeinden und Stromanbietern. Einige Zuschüsse werden allerdings nur gezahlt, wenn die Ladestation der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

4. Kann ich mein Auto auch an einer normalen Steckdose laden ?

Im Prinzip ja. Das sollte man aber nur ausnahmsweise machen, denn die Haushaltssteckdosen sind nicht für hohe Lasten auf längere Zeit ausgelegt. Schlimmstenfalls kann nämlich das Kabel, der Stecker oder die Steckdose überhitzen.

5. Und wie sieht es aus mit E-Rollern?

E-Roller und E-Scooter können - so wie E-Bikes - ohne Probleme an der normalen Steckdose geladen werden. Bei vielen Modellen kann man die Akkus abnehmen und einfach zur passenden Steckdose tragen.

Gute Infos im Überblick und Testergebnisse hat der ADAC aufbereitet.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!