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E-Commerce: China treibt den Onlinehandel stark voran | BR24

© Astrid Freyeisen, BR

Die Volksrepublik gewinnt immer mehr an wirtschaftlichem Einfluss - auch online. Eine Studie von Ökonomen zeigt, wie China seine Marktmacht im Netz ausbaut.

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E-Commerce: China treibt den Onlinehandel stark voran

Seit drei Jahren ist China für Deutschland der wichtigste Handelspartner. Und die Volksrepublik gewinnt immer mehr an wirtschaftlichem Einfluss - auch online. Eine Studie von Ökonomen zeigt, wie China seine Marktmacht im Netz ausbaut.

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Die Deutschen haben in der ersten Jahreshälfte mehr chinesische Waren gekauft, als sie deutsche Waren nach China verkauft haben. Seit drei Jahren ist China für Deutschland der wichtigste Handelspartner. Volumen 2018: 199 Milliarden Euro. Chinesische Online-Händler geben weltweit immer stärker den Takt vor. Ökonomen der Beratungsfirma Bearingpoint und der Hochschule Worms raten europäischen Handelsunternehmen, sich strategisch an den Chinesen zu orientieren, um langfristig mithalten zu können.

China größter Markt für E-Commerce

Die Mehrzahl der Waren wird in der Volksrepublik per Handy geordert und bezahlt. Die Großkonzerne Alibaba, Tencent und JD.com erzielen so laut Studie von Bearingpoint jährliche Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent. Die Volksrepublik ist der größte Markt für E-Commerce, mit 40 Prozent Anteil am Weltmarkt.

JD.com betreibt laut der Studie ein Warenlager, das täglich 200 000 Pakete umschlägt – betrieben von nur vier Menschen. Alibaba bietet ein ganzes System von passgenauen Vertriebswegen für chinesische und ausländische Handelsfirmen, darunter die deutschen dm-Märkte. Schnittstelle für alle Alibaba-Kanäle ist der Bezahldienst Alipay. Der generiert ebenso Kundendaten wie WeChat von Konkurrent Tencent, dem dritten der chinesischen Online-Giganten. Ohne die WeChat-App könnten sich viele Chinesen Kommunikation und Einkauf gar nicht mehr vorstellen.

China investiert verstärkt in KI

Alle Online-Konzerne investieren massiv in Forschung, vor allem in künstliche Intelligenz. Noch sei der komplizierte europäische Markt für sie nicht so wichtig, so die Studie von Bearingpoint. Doch es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich die Händler aus China in Deutschland etablierten.