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E-Autos: EU billigt Förderung für europäische Batterieforschung | BR24

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Die EU-Kommission hat Subventionen zum Aufbau einer eigenen europäischen Batterieproduktion für Elektroautos genehmigt. Sieben Mitgliedsstaaten wollen in den kommenden Jahren 3,2 Milliarden Euro für entsprechende Forschungsprojekte bereitstellen.

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E-Autos: EU billigt Förderung für europäische Batterieforschung

Die EU-Kommission hat Subventionen zum Aufbau einer eigenen europäischen Batterieproduktion für Elektroautos genehmigt. Sieben Mitgliedsstaaten wollen in den kommenden Jahren 3,2 Milliarden Euro für entsprechende Forschungsprojekte bereitstellen.

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Die EU-Kommission sieht in der Fertigung von Akkus für Elektroautos große Chancen im Hinblick auf saubere Mobilität und Energie. Das erklärte die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Deshalb wurde es den beteiligten Ländern erlaubt, diese Technologie mit 3,2 Milliarden Euro zu subventionieren.

"Die Batteriefertigung in Europa ist für unsere Wirtschaft und Gesellschaft von strategischem Interesse." EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager

Mehrere europäische Länder, darunter Deutschland und Frankreich, haben Programme aufgelegt, um eine eigene Batteriezellfertigung anzustoßen. Die Regierungen wollen so erreichen, dass die Industrie in Europa unabhängiger von asiatischen Importen wird.

Große Abhängigkeit von Asien

Derzeit kommt ein großer Teil der Akkus aus dem Ausland. Die Rede ist von einem Marktanteil von mehr als 80 Prozent der Batterien weltweit, die in Asien gefertigt werden. Deutsche Autohersteller scheuen die notwendigen Investitionen, um eine heimische Produktion aufzubauen. Die jetzt von der EU gebilligte Unterstützung soll die Dominanz der asiatischen Hersteller beenden. Dementsprechend zufrieden zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier.

"Wir wollen in Deutschland und Europa die innovativsten und nachhaltigsten Batterien bauen und so Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Europa sichern." Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Altmeier will ein Drittel der weltweiten Batteriezellen-Produktion nach Europa holen. Tausende Jobs sollen entstehen.

Subventionen kommen Unternehmen zugute

Neben Deutschland und Frankreich planen Italien, Polen, Belgien, Schweden und Finnland entsprechende staatliche Hilfen. Für Deutschland gilt eine Förderobergrenze von 1,25 Milliarden Euro.

Am ersten Projekt sind unter anderem Peugeot, Opel und der Batteriehersteller Saft beteiligt. Volkswagen will eine eigene Batteriezellproduktion mit dem schwedischen Start-up Nothvolt hochziehen. Daneben sollen unter anderem Vorhaben von BMW, BASF und Varta unterstützt werden. Dabei geht es um die Entwicklung neuer Batteriezellen und um das Recyceln von Akkus.

BMW forscht für Batteriezellhersteller

BMW, als bayerischer Autobauer an der Allianz beteiligt, hatte kürzlich sein neues Kompetenzzentrum Batteriezelle in München-Milbertshofen eröffnet. Durch die im Projekt verfolgten Forschungsthemen will BMW nach Angaben eines Sprechers bis ins Detail die chemische Zusammensetzung, die Zellmechanik, das Zelldesign und den Produktionsprozess weiterentwickeln. Die Batteriezellhersteller sollen demnach auf diesem Know-how aufbauen und es zielgerichtet in eine nachhaltig erfolgreiche Industrialisierung überführen.