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Durchbruch bei Schlichtung im Bau-Tarifstreit – neues Wegegeld | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Christophe Gateau

Das Schlichtungsverfahren in der Baubranche war erfolgreich: Künftig soll es Lohnzuschläge für die Fahrten zur Arbeit geben.

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    Durchbruch bei Schlichtung im Bau-Tarifstreit – neues Wegegeld

    Die IG BAU meldet einen Durchbruch für 850.000 Bauarbeiter in Deutschland. Neben einer mäßigen Lohnerhöhung und einer steuerfreien Sonderprämie gibt es mehr Geld für Azubis und ein neues Wegegeld für die zum Teil langen Fahrten zu den Baustellen.

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    Gewerkschaft: Wegegeld ist Durchbruch

    Dieses neue Wegegeld war hart umkämpft. Für die IG BAU ist es ein tarifpolitischer Durchbruch in neue Dimensionen für das Bauhauptgewerbe. Die Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück stellt bei weiter entfernten Baustellen einen großen Zeitfaktor dar und wurde bisher nicht entlohnt. IG BAU-Chef Robert Feiger sagte, es sei gelungen, das Fundament für eine Entschädigung bei der Wegezeit zu legen.

    Lohnzuschlag für Fahrt zum Arbeitsplatz, geringe Lohnerhöhung

    Der Einstieg sei damit geschafft. Konkret geht es zunächst nur um einen Lohnzuschlag von einem halben Prozent für die Fahrzeiten ab Oktober. Die allgemeine Lohnerhöhung sieht sonst ab Januar 2,1 Prozent für Beschäftigte im Westen und von 2,2 Prozent in Ostdeutschland vor. Auf den ersten Blick ist das weit von der Tarifforderung der Gewerkschaft entfernt, die 6,8 Prozent betrug. Es soll aber eine Corona-Prämie von 500 Euro als einmalige steuerfreie Sonderzahlung geben. Auszubildende, deren Löhne ebenfalls steigen, bekommen ein halbe Corona-Prämie dazu. Die Arbeitgeber von Bauindustrie und Handwerk haben nun zwei Wochen Zeit, den Vorschlag des Schlichters anzunehmen.