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US-Strafzölle belasten deutschen Mittelstand

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Durch Strafzölle: Mittelstand verliert 40 Prozent US-Umsatz

Die US-Strafzölle treffen Mittelständler wie deutsche Winzer hart. Dabei war der Auslöser für die Zölle insbesondere der Streit um staatliche Beihilfen für die Flugzeugbauer Boeing und Airbus. Familienbetriebe hoffen nun auf ein Ende des Streits.

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Von
  • Felix Lincke

Eigentlich geht es um die Großindustrie, um Stahlkocher, Aluminiumhütten und vor allem um die Flugzeugbauer Airbus und Boeing. Um die politische Wirkung seiner Strafzölle zu erhöhen, hat Ex-US-Präsident Donald Trump sie bewusst auf viele typische Produkte aus Europa ausgeweitet.

Deutscher Wein für Amerikaner teurer

Vor allem Nahrungsmittel, Getränke und Tabak sind gemeint. So kann es Champagner aus Frankreich oder Weißwein aus Deutschland treffen. Die EU reagierte ähnlich, um den Druck auf die USA zu erhöhen.

Hoffen auf Biden

Beide Seiten hoffen, unter dem neuen US-Präsidenten Jo Biden den Streit beizulegen. Die Zölle bei Airbus und Boeing direkt wurden ausgesetzt. Das sollte für die Verhandlungen nun auch bei vielen anderen Produkten geschehen. Zahlreiche deutsche Mittelständler hoffen das. Denn sie verloren bis zu 40 Prozent ihres US-Geschäfts, was einem Jahresumsatz von fast 900 Millionen Euro entspricht. Das hat das Kieler Institut für Weltwirtschaft IfW untersucht.

IfW: 1.500 Einzelzölle am besten ganz abschaffen

Handelsstreitigkeiten zwischen der EU und den USA gab es schon immer. Das IfW schlägt vor, die mehr als 1.500 Einzelzölle auf beiden Seiten zu überdenken und möglichst abzuschaffen.

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