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Symbobild: Eine Axt steckt in einem Hackstock vor Nadelwäldern

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    Drohender Bauholzmangel wegen Bundesverordnung

    Der Bund wollte mit einer Verordnung, die den Einschlag von Fichtenholz begrenzt, den Preisverfall stoppen und den Waldbesitzern helfen. Doch jetzt droht Bauholzmangel. Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger fordert die Rücknahme der Verordnung.

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    • BR24 Redaktion

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht: Das gilt, glaubt man dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), für eine Verordnung, mit der der Bund die durch Klimawandel und Käferbefall geplagten Waldbesitzer eigentlich vor dem Preisverfall beim Fichtenholz schützen wollte. Doch jetzt droht unter anderem Bauholzmangel. Deswegen fordert Aiwanger die schnellstmögliche Rücknahme der Verordnung. "Dieses Gesetz muss sofort ausgesetzt werden, wenigstens für Waldbesitzer bis 50 Hektar", sagte Aiwanger.

    Grundgedanke: Weniger Einschlag – höhere Preise

    In der Verordnung, die erst vor wenigen Tagen in Kraft getreten ist, schreibt der Bund Waldbesitzern und Forstbetrieben vor, dass sie im laufenden Wirtschaftsjahr weniger Fichtenholz einschlagen dürfen - nur noch maximal 85 Prozent der durchschnittlichen Erntemenge der Jahre 2013 bis 2017.

    Hintergrund ist, dass wegen einer Borkenkäferplage, Trockenheit und Stürmen in den vergangenen Jahren sehr viele Fichten geschlagen werden mussten. Die Folge waren übervolle Holzlager und Preisverfall. Die Verordnung sollte helfen, die Preise zu stabilisieren.

    Aiwanger: Verordnung stört massiv die Märkte

    Doch die gut gemeinte neue Vorschrift des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist von der Realität überholt worden: Seit Anfang des Jahres klagt die Baubranche über Holzmangel, die Preise steigen wieder. "Die Einschlagsbeschränkung war wegen des überschüssigen Käferholzes gut gemeint, ist aber von der aktuellen Entwicklung am Holzmarkt überholt und stört massiv die Märkte", sagte Aiwanger dazu.

    Waldbesitzer ursprünglich für die Verordnung

    Die deutschen Waldbesitzerverbände hatten eine Einschränkung ursprünglich sogar befürwortet. Noch im März hatte die Arbeitsgemeinschaft der Waldeigentümer in Berlin die Verordnung als nicht weitgehend genug kritisiert.

    Holzmangel auf dem Bau und in der Papierindustrie

    Doch nun sind die Folgen anders als erwartet, sagt Aiwanger: "Dadurch werden Versorgungsengpässe auch für Sägewerke verursacht, die dadurch ihre Kunden in der Bauwirtschaft nicht mehr beliefern können, wodurch Gebäude bis hin zu Mietwohnungen nicht rechtzeitig fertiggestellt werden können." Darüber hinaus beklagt Aiwanger unerwartete Folgen - bis hin zu einem möglichen Mangel an Pizzaschachteln: "Das für die Herstellung von Papier und Pappkarton ebenfalls stark nachgefragte Papierholz aus jungen Fichtenbeständen, die zur Gesunderhaltung der Bestände dringend durchforstet werden müssen, darf ebenfalls kaum mehr geerntet werden."

    Politik solle Probleme lösen, argumentiert der Wirtschaftsminister. "In diesem Fall schafft sie vermeidbare Probleme für den Markt, den Wald und die Umwelt."

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