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Dreiste Tricks im Supermarkt: Floppt die Selbstbedienungskasse? | BR24

© BR/Ralf Schmidberger

Immer mehr Supermärkte setzen auf Selbstbedienungskassen. Neue Studien zeigen, wie dadurch Produkte verschwinden und auch Ladendiebe profitieren.

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Dreiste Tricks im Supermarkt: Floppt die Selbstbedienungskasse?

Nicht mehr an der Kasse anstehen, sondern den Einkauf selber einscannen und bezahlen – immer mehr Supermärkte setzen auf Selbstbedienungskassen. Neue Studien zeigen, wie dadurch Produkte verschwinden und auch Ladendiebe profitieren.

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An den automatisierten Kassen fehlt der kontrollierende Blick, ob auch wirklich jedes Teil aus dem Einkaufswagen über den Scanner gezogen wurde. Deshalb scheint das altbekannte Sprichwort "Gelegenheit macht Diebe" sich hier zu bewahrheiten. Denn Studien zeigen: Wer selbst seine eingekauften Produkte scannt, nutzt offenbar häufiger die Gelegenheit, zu betrügen.

Ladendiebstahl oder Versagen der Technik?

Einer Studie der Handelsinitiative ECR in den USA und mehreren europäischen Ländern zufolge verschwindet rund 80 Prozent mehr Ware als sonst unbezahlt, wenn die Hälfte der Kunden eine Selbstbedienungs-Kasse benutzt. Vielleicht aber nicht immer mit Absicht.

Denn je mehr Produkte im Einkaufswagen sind, desto häufiger passiert es, dass die Kunden einen Artikel angeblich übersehen. Laut dem Kölner Handelsforschungsinstitut EHI haben es die Händler selbst in der Hand, den sogenannten Warenschwund zu begrenzen – etwa durch mehr Personal oder Kameraüberwachung.

Dreiste Tricks an der Selbstbedienungskasse

Das Boulevardblatt Daily Mail berichtete in der Vergangenheit über Tricks von Kundinnen und Kunden in australischen Supermärkten. Dabei geht es nicht nur um das absichtliche "Nicht-Scannen" von Artikeln: So soll eine Kundin die Preis-Etiketten teurer Artikel mit denen billigerer Artikel vertauscht und so den Supermarkt um mehrere tausend Australische Dollar betrogen haben.

Für Händler überwiegen Vorteile der Selbstbedienungskassen

Um solche Tricksereien zu verhindern, haben die meisten Selbstbedienungs-Kassen in den deutschen Supermärkten auf der Abstellfläche eine Waage. Dort wird überprüft, ob das gescannte Produkt mit dem Gewicht des abgelegten Artikels übereinstimmt. Wenn nicht, bekommt das Personal ein Signal. Viele Händler wollen laut EHI auf die Selbstbedienungskassen nicht mehr verzichten. Mit nur einer Aufsicht könne man gleich mehrere Selbstbedienungskassen betreuen und die Kunden müssten nicht so lange warten.