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Bulle vor der Börse Frankfurt

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    EZB-Rat entscheidet über weiteres Vorgehen in der Corona-Krise

    Mit vielen Milliarden Euro stemmt sich die Europäische Zentralbank gegen die Corona-Krise. Dennoch ist die Inflation im August im Euroraum zum ersten Mal seit 2006 ins Negative gerutscht. Dazu bringt die US-Notenbank Fed die EZB in Zugzwang.

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    Von
    • Felix Lincke

    Die US-Notenbank Fed legt nicht mehr so viel Wert auf stabile Preise und stellt Wachstum und Beschäftigung ganz in den Mittelpunkt ihrer Geldpolitik. Die EZB muss darauf reagieren, denn es ist eine grundlegende Änderung, welche die Fed als führende Notenbank der Welt vorgenommen hat. Sie hat das altbekannte Inflationsziel von zwei Prozent, das fast alle Notenbanken mittelfristig erreichen wollen, aufgegeben. Nach Jahren mit einem extrem niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise darf es für die Fed künftig deutlich mehr sein, ohne dass man gleich mit höheren Zinsen die Inflation bekämpfen müsste.

    EZB kenne "keine Tabus" mehr

    Für den Dollar zählt künftig ein Durchschnittswert der Preisentwicklung aus vielen Jahren. Ganz so einfach wird es sich die EZB nicht machen mit ihrer geldpolitischen Strategie, die ebenfalls auf dem Prüfstand steht. EZB-Präsidentin Christine Lagarde will im nächsten Jahr konkrete Änderungen und kündigte an, es gebe keine Tabus.

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