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DIW: Teil-Lockdown kostet die Wirtschaft 19 Milliarden | BR24

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Durch den jetzigen Teil-Lockdown werden nach Berechnungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft rund 600.000 Jobs verloren gehen. Zudem werden die Kosten für die Wirtschaft auf rund 20 Milliarden Euro geschätzt. Die Gastronomie trifft es hart.

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DIW: Teil-Lockdown kostet die Wirtschaft 19 Milliarden

Der November-Lockdown wird die deutsche Wirtschaft mehr als 19 Milliarden Euro kosten, rechnet das Forschungsinstitut DIW vor. Die Maßnahmen gefährden laut Experten zudem Hunderttausende Arbeitsplätze.

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Die ab Montag geltenden neuen Corona-Maßnahmen werden die deutsche Wirtschaft 19,3 Milliarden Euro kosten, so die Berechnungen des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Am härtesten trifft es demnach Gastronomie und Hotellerie mit Einbußen von 5,8 Milliarden Euro.

Auf die Bereiche Sport, Kultur und Unterhaltung verteilt sich laut den Forschern ein Schaden von 2,1 Milliarden Euro. Handel und Industrie treffe es 1,3 Milliarden beziehungsweise 5,2 Milliarden Euro. Ein Großteil der übrigen Summe entfalle auf Unternehmensdienstleister, Logistikunternehmen und Kinobetreiber.

Längerer Teil-Lockdown potenziert den Schaden

Natürlich seien es nicht die Restriktionen, die den Schaden verursachen, sondern das Virus, so DIW-Chef Marcel Fratzscher in der Rundschau des BR. Die Höhe des Schadens hänge davon ab, wie lange die zweite Corona-Welle am Ende dauert und Restriktionen erfordert. Nach einem Monat Teil-Lockdown werde die Wirtschaft "relativ schnell wieder hochfahren", so Fratzscher. Wenn er aber länger dauert, potenziere sich der wirtschaftliche Schaden.

IW: Bruttoinlandsprodukt sinkt um einen Prozentpunkt

Auch das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln sieht dramatische Folgen des Teil-Lockdowns für Wirtschaft und Arbeitsplätze. Laut IW-Direktor Michael Hüther wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um einen Prozentpunkt sinken, so die "Bild am Sonntag".

Demnach würden dadurch in diesem Jahr rund 591.000 Menschen ihren Job verlieren. Im nächsten Jahr sind es laut Hüther noch einmal 15.000 Menschen - vorausgesetzt, der Lockdown werde nicht verlängert. Dauerten die Beschränkungen länger, könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um zwei Prozentpunkte sinken, so Hüther, was dann im nächsten Jahr 180.000 zusätzlichen Arbeitslosen bedeuten würde.

Zudem verursache das wiederholte Ab- und Anschalten weiter Teile einer Volkswirtschaft strukturelle Schäden. "Die daraus folgenden Verluste müssten hinzuaddiert werden."

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