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Diskussion um geplante Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen

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Diskussion um geplante Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen

Die EU-Kommission plant offenbar die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Ein Grund ist demnach, dass die Mehrheit der EU-Bürger die kleinen Geldstücke nicht mehr haben will. Der Plan stößt auf Lob und Kritik.

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Die EU-Kommission plant die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Zum Arbeitsprogramm der Kommission, das am Mittwoch vorgestellt wird, gehöre der "Vorschlag für einheitliche Rundungsregeln" für Preise, um die kleinsten Münzen abzuschaffen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Ein Grund sei, dass die Mehrheit der EU-Bürger die kleinen Geldstücke nicht mehr haben wolle.

Hohe Herstellungskosten für Kleinstmünzen

Demnach verweist die Kommission bei ihrem Vorstoß auf einen eigenen Bericht von 2018, wonach immer mehr Euro-Staaten dazu übergegangen seien, Beträge beim Einkaufen auf volle fünf Cent runden zu lassen. Das spare die Herstellungskosten für die Kleinstmünzen, die Mühe beim Zählen sowie den Transport. Jährliche Umfragen der Kommission hätten zudem gezeigt, "dass es heute in keinem Land mehr eine Mehrheit für die Beibehaltung dieser beiden Stückelungen gibt". Unter anderem Italien, Irland und Finnland prägen selbst keine Ein- und Zwei-Cent-Münzen mehr. Die Geldstücke sind aber weiter in der ganzen Eurozone als gesetzliches Zahlungsmittel verwendbar.

Kritik und Zustimmung

Offenbar regt sich aber bereits Widerstand gegen den Plan aus Brüssel: "Was die Kommission unter dem harmlosen Namen 'einheitliche Rundungsregeln' plant, muss alle Alarmglocken schrillen lassen", sagte der CSU-Europa-Abgeordnete Markus Ferber der "Süddeutschen Zeitung".

"Es darf hier keinesfalls der Einstieg in den Bargeldausstieg vorbereitet werden." CSU-Europa-Abgeordnete Markus Ferber

Der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer bezeichnete den Schritt dagegen als "überfällig".

"Die Ein- und Zwei-Cent-Münzen sind eine riesige Ressourcenverschwendung an wertvollen Metallen." Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer

"Jedes Jahr prägt die Bundesbank rund eine Milliarde dieser kleinen Cent-Münzen, die dann wieder nach und nach in den Schubladen verschwinden", so der Grünen-Politiker.

Tonnenweise Stahl und Kupfer verwendet

Von 2016 bis 2018 wurden allein 1,44 Milliarden deutsche Ein-Cent-Münzen und 1,35 Milliarden deutsche Zwei-Cent-Münzen hergestellt, wie aus Angaben des Bundesfinanzministeriums auf Anfragen der Grünen-Fraktion hervorgeht. Dafür seien insgesamt gut 7.000 Tonnen Stahl und gut 415 Tonnen Kupfer verwendet worden.

Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) waren bis Dezember 2019 rund 36,7 Milliarden Ein-Cent-Münzen und etwa 28,2 Milliarden Zwei-Cent-Münzen in der Eurozone in Umlauf gebracht worden. Sie machen damit fast die Hälfte aller in Umlauf befindlichen Euro-Münzen im Wert von einem Cent bis zu zwei Euro aus. Den Angaben des Bundesfinanzministeriums zufolge ist eine Ein-Cent-Münze in der Herstellung teurer als ihr Nennwert.

Bisher ist dies aber nur ein Vorhaben. Der Vorschlag von Ursula von der Leyen ist nach Informationen des ARD-Studios in Brüssel bei vielen Euro-Mitgliedsstaaten noch gar nicht angekommen. Die EU-Staaten müssen dem aber zustimmen.

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