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Digitalisierung und Automatisierung: Welche Berufe überleben? | BR24

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Also doch Roboter und Maschinen: Laut OECD wird sich der digitale Wandel in der Arbeitswelt in Deutschland stark bemerkbar machen. #fragBR24 Digitalisierung und Automatisierung: Welche Jobs werden überleben?

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Digitalisierung und Automatisierung: Welche Berufe überleben?

Laut OECD wird sich der digitale Wandel in der Arbeitswelt in Deutschland stark bemerkbar machen. Fast jeder fünfte Arbeitsplatzkann bald von einem Computer oder Roboter übernommen werden. Welche Jobs werden überleben?

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Der Arbeitsmarkt ist im Umbruch: Immer schneller halten Computer und Roboter Einzug in die Unternehmen. Büro-Arbeitsplätze werden mit Rechnern vernetzt, Produktionshallen mit Robotern ausgestattet. Die neuen Technologien verändern die Weise, wie Menschen leben, lernen und arbeiten.

Darin liegen gleichermaßen Chancen und Risiken. Mehr Lebensqualität einerseits - aber auf der anderen Seite auch der Verlust von Arbeitsplätzen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD hat dazu eine Studie vorgelegt. Die zeigt, welche Fähigkeiten Arbeitskräfte mitbringen müssen, um in diesem Veränderungsprozess zu bestehen.

"Die Digitalisierung ermöglicht es den Menschen mehr Einfluss darauf zu nehmen, was sie lernen, wo und wann sie arbeiten und wie sie sich in der Gesellschaft engagieren. Die Digitalisierung kann aber auch Ungleichheiten verstärken, wenn manche Menschen und Regionen den Anschluss verlieren." OECD Skills Outlook 2019

Ein Blick in die nahe Zukunft: Routinetätigkeiten, die sich leicht automatisieren lassen, werden durch Technologie bald weitgehend selbständig erledigt. Der Mensch wird hier überflüssig. Bei Aufgaben, die Kreativität und die Kompetenz zur Problemlösung erfordern, wird Technologie hingegen immer stärker zur Unterstützung der menschlichen Arbeitskraft genutzt. Damit ist schon umrissen, in welchen Sparten sich der Arbeitsmarkt verändern wird. Die Bundesagentur für Arbeit hat das bereits beziffert (IAB Kurzbericht 4/2018):

Welcher Anteil der Tätigkeiten kann von Computern erledigt werden (nach Anforderungsniveau)?

  • Helferberufe: 58%
  • Fachkraftberufe: 54%
  • Spezialistenberufe: 40%
  • Expertenberufe: 24%

Deutschland ist nicht gut vorbereitet

Die Experten der OECD haben festgestellt, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht gut auf den digitalen Wandel vorbereitet ist. Vorne sind in Europa die skandinavischen Länder, Belgien und die Niederlande.

Es mangelt bei uns nicht nur am Ausbau der digitalen Netze, sondern auch an der Aus- und Weiterbildung. Denn wenn Kollege Roboter den alten Job übernimmt, muss der Mensch für neue und bessere Tätigkeiten qualifiziert werden. Sonst drohen soziale Verwerfungen.

Wie zukunftssicher ist mein Beruf? Der "Job-Futuromat"

Bei der Arbeitsagentur kann man mit einem Computerprogramm für jeden Beruf ermitteln, wie hoch der Anteil der Arbeit ist, der schon heute vom Computer erledigt werden kann. Daraus ergibt sich, wie sicher oder unsicher der Beruf in Zukunft und wie wichtig eine Weiterbildung ist. Unter diesem Link findet man das Programm:

Die Experten sind sich einig. Der digitale Wandel ist nicht aufzuhalten und mahnen deshalb: Lebenslanges Lernen muss gestärkt werden, Ungleichheiten zwischen urbanen High-Tech-Regionen und ländlichen Räumen dürfen nicht zu groß werden.

Ganz besonders wichtig ist die Bereitschaft der Arbeitnehmer, sich immer weiterzubilden. Wenn diese Rahmenbedingungen gegeben sind, dann bringt die Digitalisierung unterm Strich mehr Nutzen als Schaden.