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Schon seit der ersten Ankündigung geht es mit Yomo nur langsam voran: Damals dauerte es über ein Jahr, bis Nutzer die App endlich herunterladen konnten.

Nun zieht sich auch noch die größte Sparkasse aus dem Projekt zurück – zumindest vorübergehend: Die Hamburger Sparkasse Haspa hat angekündigt, sich lieber erst einmal auf die Umstellung des eigenen IT-Systems zu konzentrieren. Ein mobiles Konto peilt die Haspa stattdessen erst für Mitte 2019 an.

„Yomo“ steht für „Your Money“ und soll ein neues, komplett mobiles Girokonto bieten

Eigentlich sollte Yomo die Antwort der Sparkassen auf neue Fintechs wie N26 werden – also ein digitales Konto, das sich komplett auf dem Smartphone eröffnen und verwalten lässt. Insgesamt zehn Sparkassen sind an dem Projekt beteiligt, darunter auch die Münchner. Doch auch die kennt auf Nachfrage keinen konkreten Zeitplan, wie es mit der App weitergehen soll. Zwei Jahre nach Entwicklungsbeginn steckt Yomo damit immer noch in der Beta-Phase fest.

Auch eine Ausweitung auf weitere Sparkassen ist bisher nicht in Sicht. Überschaubar bleibt zudem die Zahl der Nutzer: Für das Betriebssystem Android haben gerade mal rund 1.000 Menschen die App heruntergeladen. Und ihre Bewertung: oft nur Durchschnitt.

Autoren

Antonia Böhm

Sendung

B5 Wirtschaft und Börse vom 02.03.2018 - 09:38 Uhr