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Dieselskandal: Volkswagen verhandelt über Vergleich für Kunden | BR24

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Im Musterprozess um mögliche Entschädigungen für Hunderttausende Dieselfahrer wollen Volkswagen und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in Vergleichsgespräche einsteigen. Das teilte der VW-Konzern am Vormittag mit.

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Dieselskandal: Volkswagen verhandelt über Vergleich für Kunden

Im Musterprozess um mögliche Entschädigungen für Hunderttausende Dieselfahrer wollen Volkswagen und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in Vergleichsgespräche einsteigen. Das teilte der VW-Konzern am Vormittag mit.

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Mit den Vergleichsgesprächen erhöhen sich die Chancen der rund 400.000 teilnehmenden Kläger in dem Verfahren am Braunschweiger Oberlandesgericht, Ansprüche gegen VW wegen des Wertverlusts ihrer Autos im Abgasskandal durchzusetzen.

"Gemeinsames Ziel von vzbv und Volkswagen ist eine pragmatische Lösung im Sinne der Kunden", hieß es in der kurzen Mitteilung des Konzerns. Die Gespräche seien in einem sehr frühen Stadium. "Ob es zu einem Vergleich kommt, ist offen."

In den USA Milliarden bezahlt, in Deutschland bisher nichts

Während VW in den USA bereits Milliarden für die Entschädigung von Kunden ausgegeben hat, war der Autobauer dazu in Deutschland bisher nicht bereit. Seit Ende September verhandelt das Oberlandesgericht Braunschweig in einem Musterverfahren über die Sammelklage von Hunderttausenden Dieselkunden.

Es geht um Schadenersatz für die Käufer von manipulierten Diesel-Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda, die sich in das Klageregister eingetragen hatten. In der sogenannten Musterfeststellungsklage ist die Verbraucherzentrale stellvertretend für die Autokäufer vor Gericht gezogen.

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Im Diesel-Skandal dürfte es jetzt schnell gehen, was einen möglichen Vergleich anlangt. Das sagte Markus Schäpe vom ADAC der Rundschau. Er rechne damit, dass VW in einem halben Jahr so weit sein könnte.

Sinneswandel bei VW

Der Vorsitzende Richter am Oberlandesgericht in Braunschweig, Michael Neef, hatte bereits bei den ersten Sitzungen im September und November für Verhandlungen zwischen dem Autobauer und den Verbraucherschützern geworben. VW hatte dies bisher mit Verweis auf mangelnde Vergleichbarkeit der Einzelfälle und ein unvollständiges Klageregister offiziell als "kaum vorstellbar" bezeichnet.

In das Klageregister können sich Verbracher nach öffentlicher Bekanntmachung einer Musterfeststellungsklage eintragen. Bei mindestens zehn Verbrauchern muss das Gericht dieselbe Problematik feststellen, damit es die Klage für zulässig erklärt.

Der vzbv vertritt in dem gebündelten Verfahren die Interessen zahlreicher Dieselfahrer. Sie sehen sich nach dem Auffliegen der Abgas-Manipulationen im Herbst 2015 mit zum Teil drastisch erhöhten Emissionen von Volkswagen getäuscht. In vielen Fällen fordern sie Schadenersatz wegen des gesunkenen Wiederverkaufswertes ihrer Fahrzeuge.

Viele Verfahren – viele unterschiedliche Urteile

Neben dem Musterverfahren in Braunschweig laufen an Gerichten bundesweit weitere separate Prozesse. Mancherorts sprachen Richter den Verbrauchern Entschädigungen oder den kompletten Ersatz des Kaufpreises des Autos zu - oft wurden Ansprüche jedoch abgelehnt.

Folgen des Software-Betrugs

Im September 2015 hatte Volkswagen nach Prüfungen von Behörden und Recherchen von Forschern in den USA Manipulationen an den Abgaswerten von Dieselautos zugegeben. Die Software bestimmter Motoren war so eingestellt, dass im tatsächlichen Betrieb auf der Straße deutlich mehr giftige Stickoxide (NOx) ausgestoßen wurden als in Tests. Auch in Deutschland fühlen sich Kunden geprellt. Sie klagten einzeln oder schlossen sich der Musterfeststellungsklage an. Konkrete Ansprüche müssen im Erfolgsfall in eigenen Verfahren durchgesetzt werden.

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Hunderttausende Dieselfahrer fühlen sich von VW betrogen und verlangen Entschädigung. Doch im ersten Musterprozess in Braunschweig zeichnet sich keine Entscheidung ab. Jetzt kommt ein Vergleich ins Gespräch.