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Diehl verdient mehr mit Rüstung und bangt um Luftfahrtbranche | BR24

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Die Nürnberger Luftfahrt-, Metall- und Rüstungsunternehmensgruppe Diehl fürchtet die Auswirkungen der Corona-Krise. Vor allem der Stillstand bei der Luftfahrt macht den Nürnbergern Sorgen. 2019 brach der Gewinn deutlich ein.

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Diehl verdient mehr mit Rüstung und bangt um Luftfahrtbranche

Nach einem herausfordernden Jahr 2019 fürchtet die Nürnberger Luftfahrt-, Metall- und Rüstungs-Unternehmensgruppe Diehl nun die Auswirkungen der Corona-Krise. Vor allem das fast komplette Erliegen der Luftfahrt-Branche macht den Nürnbergern Sorgen.

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Von
  • Matthias Rüd

Diehl machte im vergangenen Jahr 41 Prozent seiner Umsätze mit der Ausstattung von Flugzeugen. Insgesamt blieben die Umsätze des Konzerns 2019 mit 3,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zwar weitgehend stabil. Der Gewinn brach mit nur noch 14,5 statt 67,3 Millionen Euro aber deutlich ein.

Diehl legt im Rüstungsbereich zu

Besonders zulegen konnte innerhalb der Unternehmensgruppe der Bereich Diehl Defence. Der Rüstungs-Teilkonzern erhöhte seinen Umsatz um 11 Prozent auf 516 Millionen Euro und ist damit beim Umsatz wieder die drittstärkste Diehl-Tochter nach Diehl Metal und Diehl Aviation. Besonders gut läuft das Geschäft bei Diehl Defence mit Lenkflugkörpern und Munition. Diehl profitiert dabei davon, dass gerade europäische Nato-Bündnis-Partner mehr für Verteidigung ausgeben würden, heißt es im Geschäftsbericht. Die Auftragslage dürfte demnach auch in diesem Jahr weiter stark sein.

Teilkonzern Metall lässt deutlich nach

Weit hinter den Erwartungen zurück blieb dagegen der Teilkonzern Metall. Hier gab der Umsatz deutlich von zuletzt 913 Millionen Euro auf nun 793 Millionen Euro nach. Der Teilkonzern solle nun grundlegend restrukturiert werden, so Diehl. Für 2020 rechnet die Diehl-Unternehmensgruppe mit ihren insgesamt 17.600 Mitarbeitern nach eigenen Angaben mit deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgängen, ohne diese genau zu beziffern.

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