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Diagnostica-Industrie: Umsatzboom wegen Corona

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Diagnostica-Industrie mit Umsatzboom

Die Diagnostica-Industrie, die Material für medizinische Tests liefert, führte in der Gesundheitsbranche bis Anfang des vergangenen Jahres ein gewisses Schatten-Dasein. Mit der Corona-Pandemie erlebt die Branche eine echte Sonderkonjunktur.

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Von
  • Nikolaus Nützel

Eine "Branche für Insider" sei die Diagnostica-Industrie lange Zeit gewesen, räumt ihr Branchenverband ein. Doch durch Corona seien Firmen, die Material für medizinische Tests liefern, zu einem "Player mit hoher Systemrelevanz" geworden. Tests, um ansteckende Krankheiten zu erkennen, spielten dabei lange Zeit eine untergeordnete Rolle bei den Umsätzen.

Gesamtumsatz verdreifacht

Vergangenes Jahr ist ihr Volumen durch die hohe Zahl von Corona-Tests um ein Vielfaches gestiegen. Rund 900 Millionen Euro entfielen auf diesen Bereich, der Anteil der Erkennung von Infektionen am Gesamt-Umsatz der Branche hat sich mehr als verdreifacht, von rund zehn Prozent auf 32 Prozent.

Jedoch Rückgang bei anderen Tests

Allerdings gibt es für die Mitgliedsfirmen nicht nur positive Entwicklungen. Denn während der Pandemie sind andere medizinische Tests, etwa zur Erkennung von Stoffwechsel-Erkrankungen, zum Teil deutlich seltener vorgenommen worden. In diesen Bereichen sind die Umsätze um rund drei Prozent gesunken.

Fachkräftemangel macht Sorgen

Und auch den großteils mittelständischen Mitgliedern des Verbands der Diagnostica-Industrie macht der Fachkräftemangel Sorgen. Vier von fünf Firmen geben an, dass sie bei der Anwerbung von qualifiziertem Personal Probleme haben.

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