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DGB fordert Stärkung der gesetzlichen Rente gerade in Bayern | BR24

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Die gesetzliche Rente reicht nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes für viele Menschen nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern – besonders in Bayern. In seinem aktuellen Rentenreport fordert der DGB rasche Gegenmaßnahmen.

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DGB fordert Stärkung der gesetzlichen Rente gerade in Bayern

Die gesetzliche Rente reicht nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes für viele Menschen nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern – besonders in Bayern. In seinem aktuellen Rentenreport fordert der DGB rasche Gegenmaßnahmen.

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Von
  • Nikolaus Nützel

Viele Berufstätige in Bayern verdienen überdurchschnittlich gut – bei den gesetzlichen Renten schneidet der Freistaat nicht so gut ab. Im Schnitt 1.221 Euro bekommen derzeit Männer als Ruhegeld, bei Frauen sind es 735 Euro. Ein beträchtlicher Teil der Ruheständler gilt daher als armutsgefährdet – das heißt, sie haben weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens in Bayern zur Verfügung. Das betrifft 22 Prozent der Über-65-Jährigen.

DGB fordert Tariftreuegesetz

Der DGB fordert deshalb vor allem, es sollten weniger Niedriglöhne gezahlt werden, denn die bringen später auch niedrige Renten. Die Vize-Chefin des DGB Bayern, Verena di Pasquale, sieht die Staatsregierung in der Pflicht. Sie sollte nach Ansicht der Gewerkschaften ein Tariftreuegesetze auf den Weg bringen.

"Der Freistaat und die Kommunen haben da einiges in der Hand, wenn sie sagen, immer dann, wenn öffentliche Aufträge ausgeschrieben werden, ist eine der Voraussetzungen, dass der jeweilige Arbeitgeber sich an einen Tarifvertrag halten muss. Und damit bringen sie schon Zug hinein." Verena di Pasquale, DGB Bayern

Aber auch die Arbeitgeberverbände sollten nach Ansicht des DGB stärker dafür werben, dass möglichst viele Firmen sich an Tarifverträge binden. Momentan gilt nur für rund 50 Prozent der Beschäftigten in Bayern eine Tarifbindung.