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Deutsche Post erhöht Briefporto | BR24

© dpa/Fabian Sommer

Porto für Briefe

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    Deutsche Post erhöht Briefporto

    Die Deutsche Post hat die Preise für das Briefporto deutlich erhöht. Ein Standardbrief kostet ab heute 80 statt bisher 70 Cent. Auch Postkarten und andere Sendungsarten werden teurer.

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    Wer in Deutschland einen Brief verschickt, muss künftig mehr Geld bezahlen. Ab 1. Juli kostet ein Standardbrief 80 Cent beim Versand in Deutschland, und damit 10 Cent mehr als bisher. Auch andere Sendungsarten werden teurer.

    Preiserhöhung bei Postkarte, Kompaktbrief und Großbrief

    Eine Postkarte kostet ab heute 60 Cent, nachdem der Preis zuvor bei 45 Cent lag. Ein Kompaktbrief mit einem Höchstgewicht von 50 Gramm ist mit 95 Cent (bisher 85) zu frankieren, und ein bis zu einem halben Kilo schwerer Großbrief mit 1,55 Euro (bislang 1,45). Für Briefe, die rund um den Tag der Erhöhung noch mit altem Porto eingeworfen werden, verspricht die Post wie bei früheren Portoanhebungen Kulanz.

    Preiserhöhung wegen Personalkosten und Digitalisierung

    Die Erhöhung ist umstritten. Freigegeben wurde das Porto von der Bundesnetzagentur als zuständiger Regulierungsbehörde. Sie hatte ursprünglich einen niedrigeren Preiserhöhungsrahmen vorgeschlagen, nach einer Gesetzesänderung musste sie ihre Vorgaben aber neu berechnen. Zur Freude der Post, denn ihr Spielraum für Preiserhöhungen wurde dadurch deutlich größer - was sie nutzte und die Briefe deutlich verteuerte. Sie begründet dies mit sinkenden Briefmengen in Zeiten der Digitalisierung und zugleich steigenden Personalkosten - daher sei die Portoerhöhung notwendig, argumentiert der Ex-Staatsmonopolist.

    Konkurrenz sieht fairen Wettbewerb gefährdet

    Konkurrierende Paketdienste kritisierten die höheren Briefpreise scharf: Sie monieren, dass der Bonner Konzern dadurch mehr Geld hat, das er in seine Paketsparte investieren kann. Das verhindert aus ihrer Sicht einen fairen Wettbewerb. Wie viel Geld die Portoerhöhung der Post bringt, ist unklar. Schätzungen zufolge dürfte es sich um einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag handeln.

    Auch für DHL-Pakete erneute Verteuerung angekündigt

    Wie der Post-Chef Frank Appel bereits Ende April angekündigt hat, müssten sich DHL-Kunden nach der letzten Preisänderung zum Jahreswechsel für Geschäftskunden und Filialpakete nun generell weiterhin auf steigende Paketpreise einstellen. Appel sagte zur Begründung, das Unternehmen müsse die Lohn- und Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben.

    Im Unterschied zum Briefverkehr hat durch den Anstieg des Online-Handels der Versand von Paketen zwar stark zugenommen. Dennoch musste die Deutsche Post im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch um mehr als 15 Prozent verzeichnen.