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Die zivile Luftfahrt soll nachhaltiger werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln forscht, wie sich der Schadstoff-Ausstoß von Flugzeugen deutlich reduzieren lässt. Auch in Bayern arbeiten Wissenschaftler an solchen Technologien.

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Deutsche Luftfahrt soll deutlich nachhaltiger werden

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt – kurz DLR – gehört zu den wichtigsten Forschungs-Einrichtungen der Bundesrepublik. Auch in Bayern forschen die Experten an neuen Technologien. Jetzt wollen sie die zivile Luftfahrt nachhaltiger machen.

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Von
  • Stephan Lina

Wie lässt sich der Schadstoff-Ausstoß von Flugzeugen möglichst auf Null senken und die zivile Luftfahrt dadurch nachhaltiger gestalten? Eine Frage mit der sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) künftig stärker beschäftigen will. Die Nachhaltigkeit der zivilen Luftfahrt soll im Mittelpunkt der Forschungsarbeit des DLR in den kommenden Jahren stehen.

Mit leichteren Materialien das Gewicht von Flugzeugen senken

Auf der einen Seite gehe es darum, leichtere und gleichzeitig robustere Materialien zu erforschen, die das Gewicht von Flugzeugen senken, so die neue DLR-Vorstands-Vorsitzende Anke Kaysser-Pyzalla. Denn je leichter eine Maschine sei, desto weniger Energie werde benötigt, um sie zu bewegen. Und diese Energie soll möglichst aus sauberen Quellen kommen.

Nachhaltig erzeugtes Kerosin ohne einen Tropfen Erdöl

Hier hat das DLR von kurzem gemeinsam mit Airbus einen Meilenstein geschafft. Erstmals hob ein Langstrecken-Flieger vom Typ A350 ab, in dessen Triebwerken zu 100 Prozent nachhaltig erzeugtes Kerosin verbrannt wurde, das ohne einen Tropfen Erdöl hergestellt wurde. Gleichzeitig forscht das DLR aber auch an Antrieben jenseits der heutigen Triebwerkstechnik.

Flugzeugsimulationen komplett aus dem Rechner

Auch die Flugzeugforschung soll künftig digitaler und damit nachhaltiger werden. So mussten Luftfahrt-Konzerne bislang Milliarden für Modelle und Testflüge ausgeben. Das DLR ist bereits dabei, das weltweit modernste System zur digitalen Vernetzung aller Arbeitsschritte im Flugzeugbau zu entwickeln. Die Forscher gehen davon aus, dass schon in einigen Jahren die erste komplett im Rechner entwickelte und getestete Maschine zu einem rein virtuellen Erstflug abheben wird.

Auch die Zertifizierung solcher virtuell getesteten Maschinen könnte sich durch die Digitalisierung ändern: Dann könnten die Behörden ein solches Fluggerät anhand solcher Simulationen zertifizieren. Hersteller wie Airbus könnten viel Zeit und Geld sparen.

Deutsche Luftfahrt soll bis 2050 klimaneutral werden

Zunächst aber wollen die Forscher für kleine und mittlere Flugzeuge Systeme entwickeln, die emissionsfreies elektrisches Fliegen ermöglichen. Dafür wollen sie sowohl Batteriesysteme als auch Brennstoffzellen und Hybrid-Lösungen untersuchen. Ziel ist es, die Luftfahrt möglichst bis 2050 klimaneutral zu machen.

© BR / Stephan Lina
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt - kurz DLR - gehört zu den wichtigsten Forschungs-Einrichtungen der Bundesrepublik.

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