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Deutsche Bank erneut in den roten Zahlen | BR24

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Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal starke Verluste hinnehmen müssen. Grund ist der massive Konzernumbau, mit denen der Vorstand die Dauerkrise des Geldhauses beenden will. Zunächst verursachen das aber Kosten in Milliardenhöhe.

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Deutsche Bank erneut in den roten Zahlen

Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal starke Verluste hinnehmen müssen. Grund ist der massive Konzernumbau, mit denen der Vorstand die Dauerkrise des Geldhauses beenden will. Zunächst verursachen das aber Kosten in Milliardenhöhe.

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Unterm Strich musste das größte Geldhaus Deutschlands im dritten Quartal ein Minus von 942 Millionen Euro hinnehmen. Vorstandschef Christian Sewing führt das auf den radikalen Konzernumbau zurück, der mit Milliardenkosten verbunden ist. In einem Schreiben an seine knapp 90.000 Mitarbeiter zeigt sich Sewing dennoch zuversichtlich.

"Trotz der Unruhe, die in Zeiten einer solch radikalen Transformation normal ist, und trotz eines noch niedrigen Zinsniveaus haben wir in unserer Kernbank profitabel gearbeitet". Christian Sewing, Vorstandschef Deutsche Bank

Konzernumbau soll Deutsche Bank nach vorne bringen

Mit seiner Neuausrichtung will Sewing die Dauerkrise seiner Bank in den Griff bekommen. Im Zentrum steht die Kürzung des Investmentbankings, das dem Geldhaus Strafen in Milliardenhöhe eingebrockt hatte. Das Kerngeschäft soll sich zukünftig auf Unternehmen konzentrieren: den Mittelstand aber auch Familienunternehmen und multinationale Konzerne.

Abbau von rund 18.000 Stellen geplant

Bis Ende 2022 will Sewing 18.000 Vollzeitstellen weltweit abbauen. Inwieweit deutsche Filialen betroffen sein werden ist derzeit noch offen. Das Geldhaus kündigte an, mit den betroffenen Mitarbeitern zu sprechen, sobald eine Entscheidung gefallen sei.

Erfolge der Neuausrichtung lassen auf sich warten

Erfolge der Neuausrichtung werden vermutlich noch eine Weile auf sich warten lassen. Auch für das Gesamtjahr 2019 ist mit roten Zahlen zu rechnen. Für die Deutsche Bank wäre es das fünfte Verlustjahr in Folge. Zusätzlich erhöht sich der finanzielle Druck auf das Geldhaus durch die verschärfte Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Trotz der Widrigkeiten strebt die Deutsche Bank aber, laut eigener Aussage, für 2020 wieder schwarze Zahlen an.