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Nicht zugelassene VW
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Tobias Brunner
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Nicht zugelassene VW

Ein Blick auf die Schlagzeilen der vergangen Monate offenbart das ganze Dilemma der deutschen Autobauer: "Gewinnrückgang bei BMW", "Audi liefert weniger Autos aus", "Absatz-Einbruch bei Volkswagen" - nur drei Beispiele für die Probleme, mit denen die Hersteller gerade zu kämpfen haben.

Für die Branche wird deshalb voraussichtlich ein Minus unter diesem Jahr stehen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) in einer Prognose vorrechnet. Der Verband geht von rund 3,4 Millionen Neuzulassungen bis Jahresende aus – das entspräche einem Minus von etwa einem Prozent im Vergleich zu 2017.

Probleme bei Zulassung wegen WLTP

Der Grund dafür ist vor allem der neue Abgasprüfstandard WLTP, der seit September gilt. Es soll dafür sorgen, dass Hersteller realistischere Angaben zu CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch machen. In der Praxis führt WLPT allerdings dazu, dass die Hersteller teilweise bei der Zulassung nicht hinterherkommen.

Woche für Woche sollen die Autos nun ihr WLTP-Zertifikat bekommen und ausgeliefert werden, heißt es zum Beispiel bei Audi. Der Ingolstädter Autobauer ist stärker als andere Hersteller von WLTP betroffen - Experten kritisieren, der ganze Konzern habe die Umstellung verschlafen.

Hersteller spüren Handelskonflikt zwischen China und USA

Dennoch geht Audi nur von temporären Problemen aus. Eine Ansicht, die auch Bernhard Mattes für die gesamte Branche teilt. "Die Entwicklung des deutschen Pkw-Marktes 2018 ist erfreulich", lobte der VDA-Präsident in Berlin. "Er hat sich allen Widrigkeiten zum Trotz als sehr robust erwiesen."

Zugleich spüren die Autobauer laut VDA aber auch zunehmend den Handelskonflikt zwischen China und den USA. Der Export deutscher Hersteller aus den USA nach China sei demnach in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um ein Drittel zurückgegangen.

Trump droht mit Zöllen auf deutsche Autos

Zum Problem könnten für die Hersteller auch noch mögliche Zölle in den USA auf Auto-Importe werden. US-Präsident Donald Trump droht schon seit Monaten mit entsprechenden Beschränkungen, weil er sich von seinen Handelspartnern unfair behandelt fühlt. Hochrangige Manager von VW, BMW und Audi waren deshalb am Dienstag zu Gesprächen nach Washington gereist.

BR-Autoexperte Gabriel Wirth

BR-Autoexperte Gabriel Wirth