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Deutsche Autobosse: Optimistisch nach Treffen mit Trump | BR24

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Nach einem Gespräch von Vertretern dreier großer deutscher Autokonzerne im Weißen Haus herrscht Optimismus, dass US-Autozölle für die EU-Länder vermieden werden können.

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Deutsche Autobosse: Optimistisch nach Treffen mit Trump

Die Chefs von Volkswagen und Daimler haben sich nach einem Treffen mit US-Präsident Trump zuversichtlich gezeigt, dass die angedrohten Autozölle abgewendet werden können. Zudem kündigte VW-Chef Diess Investitionen in den USA an.

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Nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump haben sich die Chefs von Volkswagen und Daimler, Herbert Diess und Dieter Zetsche, zuversichtlich gezeigt, dass die von Trump angedrohten Autozölle abgewendet werden können. Diess sagte vor Journalisten, er glaube, dass man bei dem Treffen einen Schritt nach vorne zur Vermeidung der Autozölle gemacht habe. Zetsche sagte, Trump habe seine Position deutlich gemacht, sei aber auch auf ihre Fragen und Hinweise eingegangen.

Zudem kündigte Diess mehrere konkrete Investitionsvorhaben von VW an. Möglicherweise werde der deutsche Konzern Ford-Produktionsstätten zur Fertigung von Autos nutzen, sagte er. Die Verhandlungen zum Aufbau einer globalen Auto-Allianz seien ziemlich fortgeschritten. Das Bündnis würde auch die US-Autoindustrie stärken, so Diess. So gebe es etwa Pläne, ein gemeinsames Pickup-Modell in den USA zu bauen. BMW kündigte weitere Investitionen in Höhe von 600 Millionen Dollar und die Schaffung neuer Jobs an.

Balanceakt im Weißen Haus

Die Gespräche im Weißen Haus waren ein Balanceakt für die deutschen Autobosse. Denn zuständig für Handelsfragen sind weder sie noch die Bundesregierung, sondern allein EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. In Brüssel kam der Alleingang der deutschen Autobosse nicht gut an.

Aus deutscher Sicht absolut notwendige Verhandlungen im direkten Gespräch mit Trump

Diess und Zetsche wiesen jedoch Vorwürfe zurück, ihre Gespräche könnten die Verhandlungen untergraben. Sie hätten sich vorher mit Berlin und Brüssel abgestimmt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigte das Treffen im Weißen Haus gegen Kritik. Schließlich seien die deutschen Autohersteller große Arbeitgeber in den USA. Deshalb müssten sie selbstverständlich mit der US-Regierung über Investitionen sprechen.

Trump, der die USA von Handelspartnern unfair behandelt sieht, droht schon seit Monaten mit Sonderzöllen auf Autos. Für die deutschen Hersteller wäre dies eine starke Belastung.

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Die Chefs von Volkswagen und Daimler haben sich nach einem Treffen mit US-Präsident Trump zuversichtlich gezeigt, dass die angedrohten Autozölle abgewendet werden können. Zudem kündigte VW-Chef Diess Investitionen in den USA an.