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BMW-Logo vor der Konzernzentrale in München
© picture alliance / SvenSimon

Autoren

Antonia Böhm
Gabriel Wirth
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BMW-Logo vor der Konzernzentrale in München

Auch die Dividende für das abgelaufene Jahr soll nun deutlich gesenkt werden, von vier Euro auf 3,5 Euro je Stammaktie. Im Vorjahr hatte der Konzern allerdings noch vier Euro pro Aktie ausgeschüttet.

Die größten Herausforderungen: Einführung des Abgastests WLTP und internationale Handelskonflikte

BMW-Chef Harald Krüger spricht davon, dass 2018 ein herausforderndes Jahr war, gleichzeitig betont er aber auch, dass der Hersteller trotz des schwierigen Umfelds im vergangenen Jahr das zweitbeste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt hat. BMW litt im vergangenen Jahr unter anderem unter dem Handelsstreit zwischen China und den USA. Dazu kamen in Europa die Probleme der Autohersteller bei der Umstellung auf den neuen Abgasstandard WLTP. Die Münchner hatten hier zwar selbst keine größeren Schwierigkeiten, allerdings litten sie unter den Rabattschlachten im Vorfeld der Umstellung.

BMW will weiter sparen

Auch der Vorstand wird verkleinert. Das Gremium schrumpft im Oktober auf sieben Mitglieder, weil Peter Schwarzenbauer auf eigenen Wunsch ausscheidet. Bereits zum ersten April wird der Vertrieb der Marken BMW, Mini und Rolls Royce in einem zentralen Ressort zusammengefasst.

Investitionen in die Zukunft teuer

Auch die Kosten für neue Technologien wir Elektromobilität und autonomes Fahren, aber auch Belastungen aus Wechselkurseffekten und Rohstoffpreisen blieben hoch. Kraftanstrengungen seien deshalb in allen Bereichen des Unternehmens erforderlich. Der Konzern gab rund 6,9 Milliarden Euro aus für Forschung und Entwicklung,, vor allem floss das Geld in die Elektromobilität. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von fast 13 Prozent.

Die Münchner wollen bis 2025 zwölf reine Elektroautos auf den Markt bringen, nach dem i3 kommt voraussichtlich in diesem Jahr noch der vollelektrische Mini. Die Münchner gehen davon aus, dass der Gegenwind auch in diesem Jahr sehr stark bleiben dürfte. Allerdings hoffen sie auch, die Verkäufe noch einmal steigern zu können.