Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Dax-Vorstände verdienen 52 Mal so viel wie ihre Angestellten | BR24

© BR/Felix Lincke

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW hat die Vergütungen der Vorstände aller Dax- und Mdax-Unternehmen erneut untersucht. Der DSW geht es auch um das zunehmende Gehaltsgefälle zwischen Managern und Durchschnittsverdienern.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Dax-Vorstände verdienen 52 Mal so viel wie ihre Angestellten

Das Gehaltsgefälle zwischen Managern und Durchschnittsverdienern bleibt weiterhin hoch. Dax-Vorstände verdienen 52 Mal so viel wie ihre Angestellten, wie aus einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervorgeht.

1
Per Mail sharen
Teilen

Banken und Automobilkonzerne wie VW und Daimler haben ihren Vorständen in den vergangenen Jahren immer wieder extrem hohe Gehälter zukommen lassen. Sie überstiegen die mittleren Einkommen ihrer Angestellten zum Teil um mehr als das Hundertfache. So schüttet die Allianz jetzt an ihre Vorstände mehr als 50 Millionen Euro als zusätzliche Boni aus.

Im Schnitt kam ein Vorstandsmitglied im Deutschen Aktienindex - inklusive der Konzernchefs - demnach auf eine Gesamtvergütung von 3,51 Millionen Euro. Das waren 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, als sowohl die Börsen besser liefen als auch die Gewinne vieler Unternehmen kräftiger sprudelten. Die Zahlen beziehen sich auf 29 der 30 Dax-Konzerne.

Die Chefs der Konzerne im Deutschen Aktienindex kassierten der Studie zufolge im Schnitt gut 5,4 Millionen Euro. Spitzenverdiener war demnach erneut SAP-Chef Bill McDermott mit einer Gesamtvergütung von 10,8 Millionen Euro. Auf den Plätzen folgen VW-Lenker Herbert Diess (rund 7,9 Mio Euro) und Bernd Scheifele von Heidelberg Cement (rund 7,3 Mio Euro).

Ruhestandsgehälter noch höher

Noch spektakulärer sind einige Ruhestandsgehälter. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kritisiert das im Interesse der Aktionäre. Die haben den Überblick verloren angesichts von immer komplizierteren Vergütungsstrukturen. Je mehr Vorschriften es gibt, umso ausgefeilter werden die Bezahlsysteme für die Bosse.

Begrenzung der Gehälter schwierig

Auf der jährlichen Hauptversammlung könnten die Aktionäre im Nachhinein ihre Zustimmung verweigern zu vorausgegangenen Gehaltserhöhungen des Vorjahres. Sie dürfen aber nicht die absolute Höhe der Gehälter ablehnen, sondern nur die Struktur der Vergütung, die dazu geführt hat. Durch diese juristische Hürde ist eine Begrenzung der Manager-Gehälter noch schwieriger geworden.