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Datenleck bei Buchbinder | BR24

© picture alliance / dpa

LKW der Autovermietung Buchbinder

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    Datenleck bei Buchbinder

    Es ist eines der größten Datenlöcher, das bei deutschen Unternehmen je festgestellt wurde. Bei der Autovermietung Buchbinder wurden Millionen von Kundendaten ungesichert abgelegt und waren wochenlang öffentlich zugänglich.

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    So gut wie alles, was das Unternehmen von seinen Kunden wusste, lag offen im Netz. Neun Millionen Verträge mit den Namen der Auto-Mieter und Mieterinnen, deren Adressen, Geburtsdaten und Führerscheinnummern. Dazu Mobilfunknummern und E-Mail-Adressen der Kundschaft von Buchbinder. Firmenkorrespondenz, eingescannte Rechnungen - alles lag offen im Netz. Das haben die Computerzeitschrift "C´t" und die Wochenzeitung "Die Zeit" herausgefunden.

    Schwere Fehler

    Der Autoverleiher hat offenbar einiges falsch gemacht mit seinen Daten, so Hartmut Gieselmann von der Computerzeitschrift "C´t", der den Fall mit aufgeklärt hat, "weil er sämtliche Firmendaten auf einem Server als Backup gespeichert und Passwörter im Klartext abgespeichert" habe.

    Sensible Daten

    Besonders problematisch wird das Ganze, weil viele der betroffenen Kunden besonders ungerne über sich und ihre Aufenthaltsorte Auskunft geben. Bundesministerien, Parteien und religiöse Vereine haben Wagen gemietet. Und wer diese Daten nun in der Hand hält, hat erhebliches Erpressungspotenzial.

    Hohe Strafen denkbar

    Buchbinder hat mitgeteilt, das Leck inzwischen geschlossen zu haben. Trotzdem könnte die Sache nun teuer für den Autovermieter werden. Neben Schadenersatzforderungen könnten auf das Unternehmen Millionen-Strafen der Datenschutzbehörden zukommen.

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