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Das Teilhabechancengesetz tritt in Kraft | BR24

© BR/Walter Kittel

Langzeitarbeitslose sollen mit dem neuen Teilhabechancengesetz den Wiedereinstieg in den Beruf schaffen - auch dank hoher Lohnkostenzuschüsse für die Arbeitgeber. Jetzt tritt das Gesetz in Kraft.

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Das Teilhabechancengesetz tritt in Kraft

Langzeitarbeitslose sollen mit dem neuen Teilhabechancengesetz den Wiedereinstieg in den Beruf schaffen - auch dank hoher Lohnkostenzuschüsse für die Arbeitgeber. Jetzt tritt das Gesetz in Kraft.

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Das Teilhabechancengesetz ist zum neuen Jahr in Kraft getreten und sieht neben Unterstützungs- und Betreuungsangeboten für Langzeitarbeitslose hohe Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber vor. Im Bundeshaushalt stehen dafür in den kommenden 5 Jahren Mittel in Höhe von 4 Mrd. Euro zur Verfügung.

Zwei Jahre lang 100 Prozent Lohnkostenzuschuss

Es sollen nur "sehr arbeitsmarktferne" Personen gefördert werden, die es trotz vielfältiger Anstrengungen bisher nicht in den Arbeitsmarkt geschafft haben. Konkret heißt das: Sie müssen in den vergangenen 7 Jahren mindestens 6 Jahre lang Hartz IV bezogen haben und älter als 25 Jahre sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Arbeitgeber, die diese Langzeitarbeitslosen einstellen, künftig mit hohen finanziellen Anreizen rechnen. In den ersten beiden Jahren des Beschäftigungsverhältnisses liegt der Lohnkostenzuschuss sogar bei 100 Prozent. Anschließend sinkt er pro Jahr um jeweils 10 Prozent und läuft nach fünf Jahren ganz aus.

Arbeitgeber sehr interessiert

Das Jobcenter München teilt auf BR-Anfrage mit, dass die Arbeitgeber bereits großes Interesse an dem neuen Förderinstrument zeigen. Bei der Auswahl des richtigen Betriebs will das Jobcenter besonders darauf achten, dass die Menschen dort gut aufgehoben sind und ein gutes, soziales Umfeld vorfinden.

Die Arbeitgeber könnten jedoch nicht davon ausgehen, dass die neuen Mitarbeiter gleich alle Erwartungen erfüllen. Ein beschäftigungsbegleitendes Coaching für Arbeitnehmer und Arbeitgeber soll Unterstützung bieten. Außerdem werden von den Jobcentern die Kosten für Weiterbildungen übernommen.