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Das Geschäft mit gebrauchten Klamotten | BR24

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Das Geschäft mit gebrauchten Klamotten

Altkleider-Container aufzustellen lohnt sich. Bis zu 500 Euro bringt eine Tonne Altkleider den gewerblichen Sammlern ein - ein lohnendes Geschäft. Für Hilfsorganisationen, die für den guten Zweck sammeln, bleibt so weniger übrig. Von Niklas Schenk

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Heute ist ein guter Tag für die Aktion Hoffnung. Im Stundentakt rollen LKW an. Auf der Ladefläche: tonnenweise gespendete Kleidungsstücke aus ganz Bayern. Auf dem Firmengelände in Ettringen werden die Altkleider sortiert und weiter verwendet. Das alles für einen guten Zweck – ganz im Gegensatz zu vielen gewerblichen Sammlern, die den guten Zweck nur vorgaukeln, wie Gregor Uhl von der Aktion Hoffnung berichtet. Diese gewerblichen Sammler stellen Container auf, die den Namen einer Hilfsorganisation tragen. Die Organisation muss dann nicht selbst sammeln, wird aber nur zu einem kleinen Teil an den Erlösen beteiligt. Das große Geschäft machen gewerbliche Sammler, die die Altkleider in die dritte Welt weiterverkaufen.

Legale Täuschung der Spender

Eine legale Täuschung am Spender quasi – und ein Nachteil für Organisationen wie die Aktion Hoffnung, die mit keinem gewerblichen Sammler zusammenarbeitet. Alle Erlöse fließen zu 100 Prozent an Hilfsprojekte. Besonders hochwertige Sachen werden in Ettringen aussortiert und als Second Hand Ware weiterverkauft.

Niemand sortiert hier mehr als acht Stunden am Tag, gezahlt wird nach Tarif. Nicht ganz selbstverständlich in der Textilbranche. 

Mehr Erfolg mit eigener Kollektion

Nur 3 Prozent aller Altkleider, die sogenannte „Cremeware“, schafft es in die 6 bayerischen Second Hand-Shops der Aktion Hoffnung, wie zum Beispiel in München. Agnes Fuchsloch bringt die Spenden dann unter die Leute. Der Renner zurzeit: Faschings-Outfits. Für noch mehr Umsatz soll in Zukunft eine eigene Kollektion sorgen, die aus gespendeten Heimtextilien hergestellt wird.