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Das Auge isst mit | BR24

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Das Auge isst mit

Schlaue Armbänder überwachen, wie viel wir uns bewegen, sie messen den Blutdruck oder melden, wie viele Kalorien wir beim Sport verbrennen. An der Uni Passau wurde jetzt ein Gerät entwickelt, das nochmal alles revolutioniert: die Ernährungsbrille.

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Zwei Männer essen. Daran ist an sich nichts außergewöhnlich. Und sie tragen eine Brille. Soweit auch alles ganz normal. Und doch handelt es sich um eine Revolution. Denn: Die beiden tragen eine so genannte Ernährungsbrille. Unauffällig liefert hier jeder Bissen Infos über Essverhalten und Kalorien – und zwar über die Brillen.

"Die Brillen können, währenddessen man Speisen zu sich nimmt, die Muskelaktivität aber auch die Vibrationen, die im Schädel passieren, aufnehmen und diese Daten, die dabei entstehen, zusammenfassen. So, dass man die dann später auswerten kann." Prof. Oliver Amft, Lehrstuhl für Sensorik, Universität Passau

Die Auswertung übernimmt der Computer. Anhand von Signalausschlägen berechnet er, wie viel und was man gerade isst. Gut, Joghurt kann er noch nicht von Mousse au chocolat unterscheiden. Aber es ist ja erst der Prototyp.

Eineinhalb Jahre haben die Wissenschaftler am Lehrstuhl für Sensorik der Universität Passau an der 37 Gramm leichten Brille aus dem 3-D-Drucker gebastelt. Die Bügel sind noch etwas breit. Da stecken Sensoren drin, die mit dem Kaumuskel kommunizieren und eine kleine Batterie. Eine Technologie, die alltagstauglich ist. Bisher mussten Ärzte für Ernährungsauswertungen unangenehme Elektroden am Kopf anbringen und das ging nur im Labor.

Positives Feedback gibt's auch schon von großen Brillenherstellern und Technologiefirmen. Und das bereits beim Prototyp. Da war Passau mal schneller als Silicon Valley.