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Darum setzt der Mittelstand auf Europa | BR24

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EU-freundlich: Vor dem Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin hängen Europaflaggen.

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    Darum setzt der Mittelstand auf Europa

    Der deutsche Mittelstand macht sich wenige Tage vor der Europawahl Sorgen: Der Zusammenhalt der Mitgliedsstaaten bröckelt – höhere Staatsschulden in der EU drohen. Trotzdem setzt der Mittelstand laut einer Studie aus mehreren Gründen auf Europa.

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    Während in vielen europäischen Ländern nationale Politiker und EU-kritische Schlagzeilen die Runde machen, bewerten deutsche Unternehmen vor allem den gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsraum positiv. Das hat eine bundesweite Unternehmensbefragung der Landesbank Baden-Württemberg und des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung an der Universität Tübingen e.V. (IAW) ergeben.

    "Die Unternehmen machen sich mehr Sorgen um den Fortbestand der EU als mancher Politiker." Karl Manfred Lochner, Vorstand der Landesbank Baden-Württemberg

    Der Mittelstand erkennt die Probleme der EU

    Doch die Unternehmen erkennen auch, wo es in Europa hapert: Für fast drei Viertel der deutschen Mittelständler zählen der Zusammenhalt der EU sowie die Verschuldung einzelner Staaten und deren Auswirkung auf den Euro zu den drängendsten Problemen.

    Außerdem sind der mangelnde Bürokratieabbau und der Austritt Großbritanniens für die Befragten problematisch. Und dann taucht mit dem Mangel an Fachkräften auch ein originäres Wirtschaftsthema auf.

    "Der Fachkräftemangel stellt ein dauerhaftes Problem für die Unternehmen dar. Die überwiegende Mehrheit sieht ihn als echte Belastung für ihre Geschäftsentwicklung an." Karl Manfred Lochner, Vorstand der Landesbank Baden-Württemberg

    Binnenmarkt und Euro für Unternehmen wichtig

    Auf den Euro lassen die Mittelständler aber nichts kommen: Über 60 Prozent der Befragten erklärten bei der Umfrage, der Binnenmarkt habe für ihr Unternehmen einen sehr hohen oder hohen Nutzen. Gut ein Viertel sieht zumindest noch einen mäßigen Nutzen für den eigenen Geschäftserfolg.

    Die große Mehrheit der befragten Exporteure nennt außerdem den gemeinsamen Euroraum als einen ihrer drei wichtigsten Absatzmärkte. Die exportstarke deutsche Wirtschaft profitiert in besonderem Maße vom Binnenmarkt mit seinem freien Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. Fast 60 Prozent der deutschen Warenexporte gingen im vergangenen Jahr in die Länder der EU.