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Bildrechte: BR/ Richard Padberg

Wegen geschlossener Läden und Online-Shopping hat die oberfränkische Baur-Gruppe im Corona-Jahr einen Rekordumsatz erwirtschaftet.

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Dank Online-Shopping: Umsatzrekord im Corona-Jahr für Baur

Die Baur-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Während der Corona-Pandemie profitierte die oberfränkische Firmengruppe von geschlossenen Läden und dem gestiegenen Online-Shopping.

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Von
  • Richard Padberg

Die Baur-Gruppe mit Sitz in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels hat im Ende Februar zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2020/2021 einen Rekordumsatz erzielt. Das teilte das zur Otto-Group gehörende Unternehmen auf einer Online-Pressekonferenz mit. Der Online-Händler und Dienstleistungsanbieter habe besonders von dem Onlinehandel während der Corona-Pandemie profitiert.

Höchster Umsatz in fast 100 Jahren

Die Baur-Gruppe konnte ihren Außenumsatz um 17 Prozent auf 993 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr steigern. Das sind 145 Millionen Euro mehr als im vergangenen Geschäftsjahr. Patrick Boos, Vorsitzender der Geschäftsführung sprach von einer exzellenten Geschäftsentwicklung. Der Umsatz sei abermals der höchste in der fast hundertjährigen Geschichte des Unternehmens.

Die Baur-Gruppe profitierte dabei stark vom veränderten Konsumverhalten der Kunden während der Corona-Pandemie. Wegen geschlossener Läden hätten viele Menschen im Internet eingekauft. Man habe zu Beginn der Pandemie sehr schnell in den Krisenmodus geschaltet und den sich bietenden Rückenwind genutzt, so Boos weiter.

Zugriffszahlen auf Baur-Website um ein Drittel höher

Die Besucherzahlen auf der Baur-Website, dem größten Unternehmen der Gruppe, erreichten mit 114 Millionen einen Zuwachs von 36 Prozent, mehr als 600.000 Neukunden kauften ein, was einem Zuwachs von 30 Prozent entspricht. Besonders gefragt waren bei den Kunden die Bereiche "Home" und "Technik/Freizeit". Die Sparte "Fashion" konnte nach Angaben des Unternehmens trotz coronabedingter Zurückhaltung das Vorjahresniveau halten.

Auch das Geschäftsfeld Dienstleistungen habe unter erhöhten Sicherheitsbedingungen Rekordmengen in den Logistikbetrieben abgewickelt, so die Baur-Gruppe. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausgangsmengen um mehr als 40 Prozent auf rund 90 Millionen Teile. Das Logistikzentrum in Altenkunstadt verließen allein 64 Millionen Sendungen.

Baur: Kein "Gewinner der Pandemie"?

Trotz der positiven Entwicklung, vermeide man in dem Unternehmen den Begriff "Gewinner der Pandemie", da diese sehr viele negative Auswirkungen auf die Gesellschaft habe, so Boos. Das abgelaufene Geschäftsjahr sei ein Ausnahmejahr gewesen. Für eine Normalisierung des Geschäfts könnte im zweiten Halbjahr der dann wieder geöffnete Einzelhandel sorgen.

Sollte man für das laufende Geschäftsjahr einen ähnlichen Umsatz wie 2019 erreichen, wäre dies ein gutes Ergebnis, so Boos weiter. 2019 lag dieser bei 848 Millionen Euro. Die Hoffnung dafür liege im breiten Sortiment der Baur-Gruppe und dem wohl noch länger anhaltenden Einkaufsverhalten der Kunden. Nicht nur Unternehmen seien durch die Pandemie digitaler geworden, sondern auch die Verbraucher, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung. Die Baur-Gruppe beschäftigt mehr als 4.600 Angestellte, 4.202 davon arbeiten in Oberfranken.

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