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DAK-Gesundheitsreport: Süchte sorgen für hohen Krankenstand | BR24

© BR / Nikolaus Nützel

Die Beschäftigten in Bayern sind im Schnitt zwar gesünder als der Bundesdurchschnitt. Der aktuelle Gesundheitsreport der DAK zeigt aber: Es gibt ein beträchtliches Problem mit Süchten – die Forderung der Krankenkasse lautet: Mehr Prävention.

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DAK-Gesundheitsreport: Süchte sorgen für hohen Krankenstand

Die Beschäftigten in Bayern sind im Schnitt zwar gesünder als der Bundesdurchschnitt. Der aktuelle Gesundheitsreport der DAK zeigt aber: Es gibt ein beträchtliches Problem mit Süchten. Die Forderung der Krankenkasse lautet: mehr Prävention.

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Von den bayerischen Arbeitnehmern waren zuletzt im Schnitt 3,7 Prozent krankgemeldet. Damit liegt der Freistaat nach den Daten des aktuellen DAK-Gesundheitsreports spürbar unter dem Bundesdurchschnitt von 4,2 Prozent. Besonders oft krank sind dabei Beschäftigte, die ein Suchtproblem haben, die also rauchen, zu viel trinken oder unter einer anderen Sucht leiden.

Süchtige Arbeitnehmer besonders häufig krank

Bei ihnen ist der Krankenstand mit 7,2 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Beschäftigten ohne Probleme mit einer Suchtkrankheit. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, Markus Backmund, empfiehlt Arbeitgebern, sie sollten das Thema nicht tabuisieren, sondern ansprechen:

"Dass man sagt: Ja, das ist ein guter Mitarbeiter. Den will ich halten, also spreche ich es frühzeitig an und sage, ich werde das natürlich abmahnen, wenn Fehlleistungen kommen, ganz normal. Und ich habe erkannt, da ist ein Zusammenhang mit einer Erkrankung. Eine Erkrankung kann man behandeln, und Sie müssen es noch kapieren, dass Sie es behandeln lassen.“ Markus Backmund, Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin

Immer mehr Arbeitnehmer süchtig nach Computerspielen

Sorgen bereitet Fachleuten die Entwicklung bei Computerspielen. Rund 380.000 Beschäftigte in Bayern zeigen hier ein "auffälliges Nutzungsverhalten", heißt es bei der DAK. 86.000 Menschen gelten als spielsüchtige Gamer, die sich auch regelmäßig am Arbeitsplatz in Computerspiele flüchten.