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Cyberangriffe auf Infrastruktur: Die Angst vor dem Blackout | BR24

© picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa

Ein fingierter Cyberangriff auf der Hannover Messe 2018.

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    Cyberangriffe auf Infrastruktur: Die Angst vor dem Blackout

    Datenklau, Einfluss auf Wahlen, Cyberattacken auf Stromnetze und Krankenhäuser – Die Zahl von Angriffen aus dem Internet ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Die Messe München widmet sich deshalb dem Thema erstmals intensiv.

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    Sie richtet in diesem Jahr erstmals eine mehrtägige Fachkonferenz aus, die sich mit den Gefahren aus dem Netz beschäftigt. Im September diskutieren hochrangige Experten bei der „Command Control“ mit Managern und Politikern. Ein Thema: Wie lässt die Infrastruktur vor Angriffen von Cyberkriminellen schützen.

    Angriffs-Szenarien sind realistisch

    Bisher ist der sogenannte Blackout nur eine Horrorvision aus Filmen und Romanen: Kriminelle oder feindliche Geheimdienste hacken Europas Stromnetze und legen sie lahm. Dieses Gefahren-Szenario sei durchaus real, sagt zum Beispiel Michael George, der beim Bayerischen Verfassungsschutz die sogenannte Cyber-Allianz leitet. Das ist eine Einrichtung, die Attacken aus dem Internet analysiert und verfolgt. Gerade das wohlhabende Bayern und seine zahlreichen High-Tech-Konzerne sind ein Dauer-Ziel für Hacker. Viele Unternehmen seien bis heute erschreckend naiv und schlecht geschützt, sagt George, der sich auch als Buchautor einen Namen gemacht hat.

    Politik hat die Gefahr erkannt

    Besser sieht es dem Experten zufolge es inzwischen bei den Betreibern sogenannter kritischer Infrastrukturen aus, also zum Beispiel den großen Stromversorgern. Nachdem der Bundestag selbst vor einigen Jahren Ziel einer Cyberattacke wurde, habe die Politik die Gefahren erkannt und sei gerade in diesem Bereich sehr viel aktiver geworden. Nun geht es nach Ansicht von Experten vor allem darum, das Thema auch in den Köpfen von Unternehmenschefs zu verankern.