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Cyber-Attacken: Industrie will mehr Sicherheit | BR24

© dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow

Cybersicherheit - Tasten einer beleuchteten Tastatur

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    Cyber-Attacken: Industrie will mehr Sicherheit

    Wenn Kriminelle sich in Produktionsanlagen oder Kraftwerke hacken, steht viel auf dem Spiel. Siemens will nun neue Zulieferer zu einheitlichen Standards verpflichten. Damit setzt der Münchner Konzern eine Vorgabe der sogenannten Chamber of Trust um.

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    Der Chamber of Trust, einer Allianz gegen Cyber-Sicherheit, gehören 16 Großkonzerne an, unter anderem IBM, Atos und NXP sowie die Deutsche Telekom, Cisco und Dell. Vor einem Jahr hatte sich das Bündnis auf der Münchner Sicherheitskonferenz gegründet. Wie Siemens werden diese Konzerne ihre Zulieferer stärker in die Pflicht nehmen; sie sollen bestimmte Anforderungen schrittweise umsetzen.

    Weniger Schwachstellen, mehr Schutz

    Das Ziel ist klar: Es geht darum, die digitale Lieferkette besser vor Hacker-Angriffen zu schützen. Schwachstellen in der Software, bei Prozessoren oder in elektronischen Bauteilen sollen verschwinden. Das betont Roland Busch, der Technologie-Vorstand von Siemens:

    „Was wir feststellen: Die Reaktionen sind positiv, weil auch die Zulieferer wollen natürlich nicht schuld daran sein, dass eine Cyber-Attacke erfolgreich war. Das heißt, sie wollen dann auch lernen. Wir lassen sie auch nicht alleine, wir unterstützen sie auch.“ Roland Busch, Technologie-Vorstand Siemens

    Viele Cyber-Angriffe in der Lieferkette

    Immerhin seien für 60 Prozent aller Cyber-Angriffe Mängel in der Lieferkette verantwortlich. Allein Siemens zählt jeden Monat eintausend versuchte Angriffe:

    „Am Ende des Tages ist es so: Sollten Zulieferer unseren Vorstellungen nicht folgen, dann würden wir auch nicht zögern, sie auch mal auszuschließen. Aber: Es geht mehr um Belohnen, Motivieren als um Bestrafen.“ Roland Busch, Technologie-Vorstand Siemens

    Das Thema soll möglichst bald den Sprung auf die Agenda der G7 oder G20 schaffen. Der politische Dialog ist eröffnet.