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Coronakrise: Regierung prüft Erleichterungen im Insolvenzrecht

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Coronakrise: Regierung prüft Erleichterungen im Insolvenzrecht

Durch die Corona-Pandemie geraten immer mehr Unternehmen in Schieflage. Für kleinere Firmen kann das existenzbedrohend sein. Sind sie überschuldet, müssen sie zeitnah Insolvenz anmelden. Das Bundesjustizministerium prüft nun, Fristen zu verlängern.

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Insolvenzverwalter wie Lucas Flöther haben die Bundesregierung aufgefordert, die Antragsfristen für eine Insolvenz zu verlängern. Das Bundesjustizministerium prüft den Vorschlag, wie ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte. Auch während der Flutkatastrophen in Sachsen 2002 sowie in Ostdeutschland 2013 und 2016 hatte die Regierung die Fristen ausgesetzt.

Insolvenzordnung mit kurzen Fristen

Im Normalfall kennt die Insolvenzordnung nämlich keine Gnade: Ist ein Unternehmen zahlungsunfähig, muss es unverzüglich, spätestens aber nach drei Wochen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Wer diese Frist verletzt, macht sich sogar wegen Insolvenzverschleppung strafbar und ist den Gläubigern gegenüber zu Schadensersatz verpflichtet.

Ausnahmefall Coronakrise

Insolvenzverwalter kritisieren diese Regelung im Fall der Corona-Krise. Hier handele es sich um einen Sonderfall: Das Unternehmen konnte sich auf die Krise gar nicht vorbereiten. Besonders Messebaufirmen, sowie Hotels und Gaststätten leiden darunter, dass viele Großveranstaltungen abgesagt werden. Betroffen sind aber auch Speditionen oder Autozulieferer, wenn die Lieferkette abreißt und ihre Produkte nicht mehr abgenommen werden.

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