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Corona-Virus: Folgen für die Wirtschaft | BR24

© ARD/Uli Hauck

Wie wirkt sich das Coronavirus auf die internationale und die deutsche Wirtschaft aus ?

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Corona-Virus: Folgen für die Wirtschaft

Airlines fliegen nicht mehr nach China, die Bänder von VW und BMW vor Ort stehen derzeit still. Unterdessen wächst die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der neuartigen Lungenkrankheit.

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China, die mittlerweile zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, ist ein wichtiger Exportmarkt für deutsche Produkte. Gleichzeitig ist die exportabhängige deutsche Wirtschaft auf einen reibungslosen Warenaustausch mit chinesischen Unternehmen angewiesen. Der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird nun zunehmend zum Problem der global verzahnten Lieferketten.

Produktionsausfälle befürchtet

Nach Angaben des Präsidenten des Außenhandelsverbands, Holger Bingmann, würden Firmen deshalb dazu angehalten, ihre Lieferketten zu überprüfen, um Produktionsausfälle zu verhindern. Ein längerer Stillstand könnte vor allem Lieferketten in der Chemie, im Fahrzeugbau, in der Textilbranche und der Elektronik unterbrechen, befürchten Ökonomen.

Unterdessen fährt der Autobauer Hyundai die Produktion in Südkorea herunter. Die Nachrichtenagentur Yonhap machte dafür eine unterbrochene Lieferkette wegen des Virusausbruchs in China verantwortlich. Die Bänder sollten vom 7. bis zum 10. oder 11. Februar komplett stillstehen. Ein Hyundai-Vertreter bestätigt eine Aussetzung der Produktion, jedoch ohne weitere Details zu nennen.

Der japanische Automobilhersteller Nissan plant nach dem 10. Februar die Wiederaufnahme der Produktion in China in seinem Unternehmen Dongfeng. Auch in der Region Hubei, Zentrum des Coronavirus-Ausbruchs, soll nach dem 14. Februar die Produktion wieder anlaufen. Der Produktionsplan könne sich noch ändern, sagt eine Unternehmenssprecherin.

Folgen für deutsche Wirtschaft noch unklar

Nach Angaben von DIW-Präsident Fratzscher lassen sich die konjunkturellen Folgen derzeit noch nicht beziffern. Vergleichbare Situationen hätten nach Angaben des Außenhandelsverbands in der Vergangenheit aber gezeigt, dass es negative Auswirkungen auf den Welthandel geben kann.

Nach Einschätzung chinesischer Experten erreicht die Coronavirus-Epidemie in zehn bis 14 Tagen ihren Höhepunkt. Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle ist dort erneut sprunghaft angestiegen. In Deutschland ist das Virus bislang bei zwölf Menschen nachgewiesen.