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BR-Sondersendung: Wirtschaft im Corona-Schock

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Corona: Söder will mehr Besucher bei Kultur-Events zulassen

Die Staatsregierung will die Corona-Lockerungen im Kultur-Bereich ausweiten. Das hat Ministerpräsident Söder am Abend im BR-Fernsehen angekündigt. Die maximale Besucherzahl von Konzerten, Theater- und Kinovorstellungen soll verdoppelt werden.

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Von
  • Dirk Vilsmeier

In Bayern sollen schon bald noch mehr Menschen an Kunst- und Kulturveranstaltungen teilnehmen dürfen. Ministerpräsident Markus Söder kündigte in der BR-Sondersendung "Wirtschaft im Corona-Schock" an, dass die Zahl der Besucher in Innenräumen von 100 auf 200 steigen dürfe und in Außenbereichen von 200 auf 400. Allerdings, so Söder, werden weiter die strengen Hygiene-Auflagen gelten.

Die Änderung soll kommende Woche beschlossen werden. Die Entscheidung muss das bayerische Kabinett treffen, dessen nächste Sitzung findet am Dienstag auf der Insel Herrenchiemsee statt.

Appell von Kulturbranche an die Politik

Damit geht Söder auch auf Forderungen der Kulturbetriebe ein, die besonders stark unter den Einschränkungen leiden, die in Folge der Corona-Pandemie verhängt wurden. In der Sendung appellierte beispielsweise der Theaterdirektor Volker Heißmann an die Politik, dass es wichtig sei, dass die Zahl der Zuschauer bei Veranstaltungen wieder steige. Er sprach dabei sogar von 500 Zuschauern. Kulturschaffende bräuchten Zuschauer und vor allem Soloselbständige der Branche wieder eine Perspektive für Auftritte und damit Einnahmen.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der kommenden Woche die in der Corona-Krise zulässigen Besucherzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen verdoppeln.

Söder: es ist noch nicht vorbei

Söder warnte aber auch erneut davor, die Pandemie zu unterschätzen. Es sei "noch nicht alles vorbei". Außerdem müsse die Wirtschaft generell weiter unterstützt werden. Es müssten Arbeitsplätze abgesichert werden und das Konjunkturpaket schnell umgesetzt werden, denn es werde für viele "eng und knapp".

Entscheidend in Richtung Herbst sei es auch, in Zusammenarbeit mit den Banken, die Liquidität des Mittelstandes zu sichern. Außerdem müsse man überlegen, ob die veränderte Insolvenzordnung noch länger gelten solle. Das gibt Unternehmen mehr Zeit, eine Insolvenz anzumelden. Es sei sinngemäß das Pendant der Kurzarbeit für Arbeitnehmer für Firmen.

Geld zentraler Bestandteil der Pflegereform

Außerdem kündigte Söder eine Debatte über die Umstände in der Pflegebranche an. Im Rahmen der großen Pflegereform die der Bund im Herbst plane, müsse auch mehr Geld kommen. Der Beruf brauche nicht nur eine verbale Anerkennung, und da sei Geld ein "zentraler Bestandteil".

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