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Corona setzt Nürnbergs Hotelbranche zu | BR24

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Die Lage für Nürnbergs Hotelbranche ist aufgrund der Corona-Pandemie prekär. Im April ist die Zahl der Übernachtungen im Vorjahresvergleich um 90 Prozent eingebrochen. Nahezu jedes zweite Hotel hat bereits Mitarbeiter entlassen.

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Corona setzt Nürnbergs Hotelbranche zu

Fast jedes zweite Hotel in Nürnberg hat in Folge der Corona-Krise Beschäftigte entlassen oder Verträge nicht verlängert. Die Lage der Hotelbranche in Nürnberg sei prekär, sagt Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Es drohen weitere Entlassungen.

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Wie viele andere Städte auch hat Nürnberg nicht vom Trend zum "Urlaub daheim" profitieren können. Viele Touristen hätten vor allem ländliche Regionen bevorzugt, erklärte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) auf einer Pressekonferenz zur Lage der hiesigen Hotelbranche.

Erschwerend komme für Nürnberg hinzu, dass etwa Dreiviertel der Übernachtungen üblicherweise auf Geschäftsreisende und Messegäste zurückzuführen sind. Doch auch im Messebereich ist der Markt eingebrochen.

90 Prozent weniger Übernachtungen

Im April sei die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Auch zuletzt im August lag das Minus immer noch bei 40 Prozent, sagte Yvonne Coulin, die Geschäftsführerin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet sie in Nürnberg nur rund 1,5 Millionen Übernachtungen. Das entspräche einem Minus von etwa zwei Millionen.

Weitere Entlassungen drohen

Die wenigen Gäste, die kämen, würden erst sehr kurzfristig buchen, führte Coulin von der Congress- und Tourismus-Zentrale weiter aus. Laut einer Befragung hat bereits fast jedes zweite Hotel in Nürnberg in Folge der Krise Mitarbeitende entlassen oder Verträge nicht verlängert. Rund 30 Prozent rechnen damit, zum Jahresende weitere Beschäftigte entlassen zu müssen.

Hilfsfonds für die Messe- und Tourismusbranche gefordert

Um den coronabedingten Problemen entgegenzusteuern hat sich die Branche in Nürnberg stärker vernetzt. Um mehr Touristen nach Nürnberg zu locken sei unter anderem eine Werbekampagne geplant, kündigte Oberbürgermeister König an. Er fordert außerdem einen Hilfsfonds für die Messe-, Tourismus-, und Tagungsbranche.

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