BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Corona: Onlinehandel boomt – davon profitiert auch Zalando | BR24

© BR/Felix Lincke

Wer nicht mit Atemschutzmaske einkaufen will, kann daheim vieles online ordern, von Essen über Bekleidung bis hin zu Sportartikeln. Internethändler wie Zalando haben deshalb ihre Prognosen für 2020 angehoben. Einen Sonderboom erlebt der Sporthandel.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Corona: Onlinehandel boomt – davon profitiert auch Zalando

Wer nicht mit Atemschutzmaske einkaufen will, kann daheim vieles online ordern, von Essen über Bekleidung bis hin zu Sportartikeln. Internethändler wie Zalando haben deshalb ihre Prognosen für 2020 angehoben. Einen Sonderboom erlebt der Sporthandel.

Per Mail sharen

Im zweiten Quartal, als der Corona-Lockdown weite Teile der Wirtschaft lahmlegte, begann im Internet-Handel ein neuer Boom. Als Folge der vorherrschenden Gesundheits- und Sicherheitsbedenken kauften Kunden generell gern online ein. So erklärt sich der Finanzvorstand von Zalando, David Schröder, die guten Zahlen, die er heute für das zweite Quartal vorgelegt hat.

Zalando legt bei Umsatz und Gewinn zu

Wie zuvor schon HelloFresh oder Zooplus hat auch Zalando mehr Umsatz und Gewinn gemacht als erwartet. Die Aktie des Modehändlers erreichte ein Allzeithoch. Die Anleger belohnen vor allem, dass Zalando in der Corona-Krise so viele neue Kunden gewonnen hat wie noch nie.

Sportbranche macht mittlerweile 50 Prozent des Umsatzes online

Leidtragende sind die Ladengeschäfte im stationären Handel. Nicht nur Kaufhäuser und Modeketten sind davon betroffen, sondern auch der Fachhandel.

So machen die Sportgeschäfte die Hälfte ihres Umsatzes inzwischen im Internet. Vor Corona lag dieser Anteil bei 25 bis 30 Prozent. Das ist fast eine Verdoppelung in wenigen Monaten. Und der Verband Deutscher Sportfachhandel glaubt, dass dieser Trend noch weitergeht.

Corona treibt Strukturwandel bei Sportgeschäften voran

Corona habe die langjährige Krise des traditionellen Sportgeschäfts schlagartig verschärft, so der Verband. Die Situation sei aber besser als in der Modebranche - im Sportbereich gebe es zum Teil deutlich steigende Umsätze.

So versuchen sich gerade in der Corona-Krise viele Menschen mit Laufen fit zu halten sowie mit Fahrrad fahren und auch mit Indoor-Fitness. Teamsportarten wie Fußball oder Bademoden traten dagegen wegen der Corona-Einschränkungen in den Hintergrund.

Spezialisierte Angebote haben auch stationär Erfolg

Die Zukunft für den Sportfachhandel liegt, dem Verband zufolge, in der Spezialisierung auf einige angesagte Themen wie den Fahrrad-Boom. Wer dagegen breit aufgestellt sein will als Generalist und von allem ein bisschen anbiete, könne häufig mit günstigen Angeboten aus dem Internet nicht konkurrieren.

Solche einfachen Sportartikel gibt es auch in Kaufhäusern oder als Aktionsware bei Discountern, wo dann vor allem der Preis zählt. Bei hochwertigeren Produkten können Fachhändler dann auch wieder mit ihrer Beratung punkten und individuell auf Kundenwünsche eingehen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!