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Januar 2021, Skifahrer in St. Anton Österreich

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Lockdown in Österreich: Was wird aus dem Skiurlaub?

Lockdown in Österreich: Bis mindestens 12. Dezember ist kein Skiurlaub möglich, denn Hotels und Pensionen bleiben geschlossen. Was ist mit der Zeit danach? Viele Deutsche, die ihren Winterurlaub bereits gebucht haben, sind verunsichert.

Von
Ralf SchmidbergerRalf Schmidberger
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Der Start der Skisaison in Österreich ist erst mal verschoben: Vorerst bis 12. Dezember bleiben Hotels und Restaurants geschlossen, so hat es die österreichische Regierung entschieden. Der landesweite Lockdown tritt am Montag 22. November in Kraft. Wer in den kommenden drei Wochen ein Zimmer gebucht hat und auf die Pisten in Österreich wollte, hat Pech. Und für die Zeit nach dem Lockdown, ist noch vieles unklar.

Lockdown berechtigt zum kostenlosen Storno

Wer beim Saisonauftakt in Ischgl oder Sölden dabei sein wollte, kann die Skier wieder verstauen. Die Veranstaltungen sind abgesagt. Immerhin ist ein Lockdown rechtlich gesehen ein Pluspunkt für den enttäuschten Urlauber: Eine kostenlose Stornierung der Unterkunft bzw. der Reise sollte problemlos möglich sein, meint der ADAC. Denn der Reiseveranstalter bzw. das Hotel vor Ort kann die gebuchte Leistung gar nicht erbringen.

Skiurlaub für Ungeimpfte diesen Winter kaum möglich

Mit vielen Fragezeichen ist allerdings die restliche Wintersaison versehen. Möglicherweise wird der Lockdown über Weihnachten und Silvester verlängert. Anfang Dezember will die österreichische Regierung evaluieren, ob sich das Ende des Lockdowns für Geimpfte und Genesene nach insgesamt 20 Tagen halten lässt.

Schon sicher scheint, dass für Ungeimpfte ein Skiurlaub in Österreich in diesem Winter kaum möglich sein wird. Aufgrund der bereits geltenden 2G-Regel dürfen Ungeimpfte auch nach dem Ende des Lockdowns weder in eine Gondel steigen noch ein Hotel betreten. Sollte der ungeimpfte Betroffene den Urlaub gebucht haben, bevor die Regelung in Wien beschlossen wurde, hat er wohl ein Rücktrittsrecht. Ob diese Argumentation aber vor einem Gericht standhält, ist laut ADAC schwer zu sagen.

"Hochinzidenzgebiet" kann ebenfalls Storno-Begründung sein

Im Moment gibt es noch eine weitere Begründung für eine kostenlose Stornierung des Skiurlaubs: Das Auswärtige Amt in Berlin hat vor einer Woche Österreich als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Dies stellt nach Ansicht der Verbraucherzentralen einen außergewöhnlichen, unvermeidbaren Umstand dar, durch den eine Reise erheblich beeinträchtig wird. Pauschalreisende könnten darauf verweisen und bezahltes Geld zurückbekommen.

Doch ganz so kulant wie zu Beginn der Corona-Pandemie sind die Reiseveranstalter längst nicht mehr. Und Individualreisende müssen jeweils die Vertragsbedingungen des österreichischen Hotels prüfen und im Fall des Falls wohl mit dem Hotelier eine kulante Lösung finden.

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Österreich geht ab Montag in den vierten Lockdown seit Ausbruch der Pandemie. Außerdem kündigte Kanzler Schallenberg eine Impfpflicht an.

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