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Handel steht harter Winter bevor wegen Corona-Lockdown

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Corona-Lockdown: Einzelhandel vor vielen Pleiten

Das Weihnachtsgeschäft fällt für viele stationäre Händler im Teil-Lockdown wohl weitgehend aus. Es kommen derzeit kaum noch Menschen in die Innenstädte. Der Kreditversicherer Euler Hermes rechnet deshalb in diesem Winter mit vielen Pleiten von Läden.

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Von
  • Felix Lincke

Bereits nächste Woche - also Mitte November - beginnt für viele Händler das Weihnachtsgeschäft. Doch diesmal befürchten sie das Schlimmste: Schon jetzt bleiben die Kunden weg, auch weil Gast-, Kultur- und Sportstätten geschlossen sind und sie daher gar nicht erst ins Stadtzentrum kommen. In den ersten Tagen der verschärften Corona-Regeln im November sind bei vielen Händlern die Umsätze um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Das berichtet der Handelsverband Textil BTE. Auch der umsatzstarke "Black Friday" am 27. November dürfte noch in die Lockdown-Phase fallen. Es droht sogar eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis in den Dezember, wenn die Zahl der Virusinfektionen nicht deutlich zurückgeht.

Modehandel besonders betroffen

Der Kreditversicherer Euler Hermes rechnet im Modehandel mit einem Fünftel weniger Umsatz im Gesamtjahr, einzig online liefen die Geschäfte gut. Den Insolvenzen von Galeria Karstadt Kaufhof, Esprit oder Hallhuber werden laut Euler Hermes noch viele folgen. Denn von Januar bis März steht die umsatzschwache „Saure-Gurken-Zeit“ bevor.

"Händler ohne Fettpolster im neuen Jahr"

Dieses Winterquartal könne nur überstehen, wer zuvor im Weihnachtsgeschäft ein kleines Polster angelegt hat, meint der Kreditversicherer. Doch genau das ist in den Fußgängerzonen fast unmöglich. Experten haben schon Ende Oktober, in den letzten Tagen vor dem erneuten Lockdown, einen deutlichen Rückgang der Besucherzahlen festgestellt. Das Weihnachtsgeschäft, in dem viele Geschäfte ein Drittel ihres Jahresumsatzes machen, droht damit zum größten Problem zu werden.

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