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Fast zehn Prozent weniger exportierte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr verglichen mit 2019. Dennoch wurde mehr aus- als eingeführt.

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    Corona lässt Exporte 2020 stark einbrechen

    Der Dezember-Lockdown hat die Ein- und Ausfuhren der deutschen Wirtschaft stagnieren lassen. Aufs Gesamtjahr 2020 gesehen gingen die Exporte um 9,3 Prozent zurück. Es ist der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise.

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    Von
    • Felix Lincke

    Trotz des Exporteinbruchs wurden im vergangenen Jahr aus Deutschland immer noch Waren im Wert von 1.205 Milliarden Euro ausgeführt. Da im Gegenzug auch die Importe zurückgingen, bleibt unterm Strich ein deutlicher Exportüberschuss von 179 Milliarden Euro, der damit einen positiven Wachstumsbeitrag für das Bruttoinlandsprodukt leistete. Der Rückgang war erwartet worden nach dem beispiellosen Einbruch der Wirtschaft im ersten Corona-Lockdown vom Frühjahr.

    Erholung in der zweiten Jahreshälfte

    Im zweiten Lockdown ab November blieben die Grenzen offen und die Lieferketten intakt, so dass die Industrie weiter produzieren konnte. So kam es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Erholung, die bis zum Jahresende anhielt. Starke Wachstumsperspektiven gibt es vor allem in China und anderen asiatischen Ländern. Andererseits sind die Auswirkungen der Corona-Krise in vielen Partnerländern in der EU deutlich zu spüren. Hinzukommt der EU-Austritt von Großbritannien, der die Exporte belastet.

    Schwieriges erstes Quartal 2021 erwartet

    Da die staatlichen Impfkampagnen noch nicht richtig greifen, erwarten Experten ein schwieriges erstes Quartal. Der Warenfluss ist immer noch gestört, so dass die Unternehmen immer noch logistische Hürden überwinden müssen.

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