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Corona-Krise: Wieder mehr Firmengründungen in Bayern | BR24

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Das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth.

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    Corona-Krise: Wieder mehr Firmengründungen in Bayern

    Nach dem starken Rückgang durch die Corona-Pandemie seit März, trauen sich wieder mehr Menschen in Bayern, Unternehmen zu gründen. Während die Textilbranche weit über dem Vorjahresniveau liegt, ist die Reisebranche weiter schwer angeschlagen.

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    Von
    • Florian Deglmann

    Die Zahl der Neugründungen in Bayern nimmt wieder zu. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth mitteilt, wurden bei Bayerns Gewerbeämtern im Juli 2020 insgesamt 8.757 Neugründungen gemeldet. Das bedeute einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Juni um 6,1 Prozent. Gleichzeitig nahm aber auch die Zahl der Gewerbe-Aufgaben gegenüber dem Vormonat um 9,5 Prozent zu.

    Mehr Neugründungen als im Juli des Vorjahres

    Dennoch setzt sich laut dem Landesamt nach dem deutlichen Einbruch der Gründungsaktivität im März 2020 die Erholung fort. Denn bereits zum zweiten Mal in Folge übertraf die Zahl der Neugründungen ihr Vorjahresniveau. Gegenüber 8.050 Neugründungen im Juli 2019 gab es im Juli dieses Jahres eine Steigerung um 8,8 Prozent. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden 12,4 Prozent weniger Unternehmen aufgegeben. Damals waren es 6.422.

    Textilbranche weit über Vorjahresniveau

    Nach einem anfänglichen Gründungsboom bei der Herstellung von Bekleidung, war die Zahl der Neugründungen hier im Juli 2020 zwar wieder rückläufig (-28,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat), lag aber weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau (127,3 Prozent).

    Reisebranche leidet massiv unter Corona-Krise

    Ganz anders sah die Entwicklung beispielsweise bei Reisebüros und -veranstaltern aus: Nach einem gravierenden Einbruch bei den Neugründungen nahmen diese zuletzt zwar wieder zu (ein Anstieg um 55,6 Prozent von 18 Neugründungen im Juni 2020 auf 28 im Juli 2020). Jedoch lagen sie nach wie vor deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus (-33,3 Prozent).

    In beiden Wirtschaftsbereichen verzeichnete das Landesamt für Statistik mehr Firmenaufgaben im Vergleich zum Vormonat, um 25 Prozent bei der Herstellung von Textilien und um 18,2 Prozent bei Reisebüros, -veranstaltern sowie bei sonstigen Reservierungsdienstleistungen. Damit lag die Zahl der vollständigen Aufgaben bei der Herstellung von Textilien 7,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Bei Reisebüros, -veranstaltern und sonstigen Reservierungsdienstleistungen lag die Zahl der vollständigen Aufgaben unterdessen ganze 95 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

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