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Frau deckt in einem Restaurant ein

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    Corona-Krise: Viele Gastwirte bangen um ihre Existenz

    Zwar sind Restaurants, Biergärten und Hotels wieder geöffnet. Doch eine Umfrage zeigt: Die Mehrzahl der deutschen Gastro-Betriebe fürchten um ihren Fortbestand. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert umfangreiche Hilfen.

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    Von
    • Gabriel Wirth

    Fast 60 Prozent der befragten Betriebe sehen sich in ihrer Existenz gefährdet, sagte der Präsident des Deutschland Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick. Zöllick beruft sich auf eine Mitgliederbefragung. Für die Umfrage befragte der Verband vom 3. bis 10. August 7.200 Gastronomen und Hoteliers. Von Januar bis Juli beklagten die Betriebe durchschnittliche Umsatzverluste von mehr als 60 Prozent. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnet die Branche mit einem Umsatzrückgang von mindestens 51 Prozent. Ein Grund dafür, dass auch im weiteren Jahresverlauf Umsatzverluste erwartet werden, sind laut Dehoga unter anderem die Corona-bedingten Vorschriften. Aufgrund der Abstandsgebote sei die Kapazität der Betriebe um durchschnittlich 42 Prozent eingeschränkt

    Branche gibt ein heterogenes Bild ab

    Allerdings geht es nicht allen Betrieben gleich schlecht. Gerade in den Urlaubsregionen schöpfen Restaurants und Hotels Zuversicht. In einigen Gebieten stöhnen viele Bewohner bereits über die zahlreichen Touristen, die dort gerade Urlaub machen.

    Die Lage der Betriebe in vielen Städten beschreibt der Verband dagegen als weiter katastrophal. Touristen aus dem Ausland und vor allem Geschäftsreisende fehlten. Messen, Kongresse und Tagungen fänden immer noch nicht statt. Und das wird wohl auch eine Zeitlang noch so bleiben. Besonders dramatisch ist den Angaben nach die Lage bei den Diskotheken und Clubs. Für die gebe es immer noch keine Öffnungsperspektive, erklärte Zöllick. Die Verzweiflung der Unternehmer wachse von Tag zu Tag.

    Dehoga fordert zahlreiche Maßnahmen

    Um eine Pleitewelle zu verhindern, seien eine Verlängerung der Kurzarbeitergeld-Regelung, die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung mit Einbeziehung der Getränke, eine Verlängerung der Überbrückungshilfen sowie eine gesetzliche Regelung zur Corona-bedingten Pachtminderung notwendig. Denn die Krise sei noch längst nicht vorbei, sagte Zöllick. Die Angst vor dem Winter sei groß.

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