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Corona-Krise: Schaeffler schreibt rote Zahlen | BR24

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Der Auto- und Industrie-Zulieferer Schaeffler mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach rutscht in die Verlustzone. Nun hat der weltweit tätige Konzern seinen Zwischenbericht für die ersten drei Monate dieses Jahres vorgelegt.

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Corona-Krise: Schaeffler schreibt rote Zahlen

Die Corona-Krise trifft den fränkischen Automobilzulieferer Schaeffler hart. Das Unternehmen verbucht im ersten Quartal einen Verlust von 184 Millionen Euro. Zudem sollen weitere Stellen im Rahmen eines Freiwilligenprogramms abgebaut werden.

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Im ersten Quartal ist der Umsatz des Herzogenauracher Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler insgesamt um gut neun Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurückgegangen. Und zwar in allen Regionen: Am meisten in China, aber auch in Europa, Asien und Amerika. Wie erwartet ist der Rückgang in der Sparte Automotive besonders deutlich: Schaeffler meldet einen Umsatzverlust von zwölf Prozent.

Corona-Krise beschert Umsatzrückgang

Laut Unternehmen ist diese Entwicklung in erster Linie auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen. In der Sparte Automotive Aftermarket verzeichnete Schaeffler aber ein leichtes Umsatzplus von 1,5 Prozent. Das sei auf die umsatzstärkste Region Europa zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung. Im Industrie-Sektor musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 7,5 Prozent hinnehmen.

Weitere Stellen sollen abgebaut werden

Laut Schaeffler wurden im ersten Quartal Maßnahmen fortgeführt, mit denen Kosten in der Corona-Pandemie eingespart werden sollen. Darunter beispielsweise Kurzarbeit, Abbau von Urlaubstagen, Budget-Kürzungen und temporäre Werkschließungen. Zudem sollen weitere Stellen abgebaut werden. Im Rahmen des Freiwilligenprogramms sollen nun 1.900 statt den vorgesehenen 1.300 Posten abgebaut werden.

Prognose für Geschäftsjahr 2020 nicht möglich

"Die von uns aufgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden weiter konsequent umgesetzt", sagte Konzernchef Klaus Rosenfeld. Wegen der Corona-Krise hatte Schaeffler bereits im März seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr ausgesetzt. Eine konkrete Prognose sei weiterhin nicht möglich. Das zweite Quartal wird schwierig, heißt es aus der Vorstandsetage.

Schuldscheindarlehn über 350 Millionen Euro

Vor knapp einem Monat hatte sich Schaeffler über ein Schuldscheindarlehen von Investoren 350 Millionen Euro besorgt. Zur Refinanzierung nachhaltiger Projekte, wie Elektromotoren und E-Achsen.

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