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Corona-Krise lässt Anleger aus Fonds flüchten | BR24

© Felix Lincke/BR

Börsenturbulenzen durch Corona: Droht eine Verkaufswelle bei Fonds und ETF ?

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Corona-Krise lässt Anleger aus Fonds flüchten

Im März haben europäische Anleger wegen der Corona-Krise für mehr als 230 Milliarden Euro Fondsanteile verkauft. Das hat die Ratingagentur Morningstar ausgerechnet. Sie erwartet, dass es im April sogar noch mehr werden könnte

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Besonders viel haben europäische Fondsanleger beim Weltmarktführer Blackrock verkauft und bei der US-Gesellschaft Pimco, die eine Tochter des Münchener Allianz Konzerns ist, sowie bei dem französischen Vermögensverwalter Amundi. Alle drei verloren im März Fondseinlagen im Wert von zweistelligen Milliardenbeträgen.

Unternehmensanleihen abverkauft

Bei Pimco machte der Verlust mehr als ein Zehntel der gesamten Geldanlagen aus. Dort und bei anderen Fonds wurden vor allem risikoreiche Unternehmensanleihen abgestoßen. Solche Anleihen stehen vor allem in den USA im Fokus, wenn es zu einer Pleitewelle kommt. Weniger Abflüsse gab es bei dem Vermögensverwalter Allianz Global Investors sowie bei den Fondsgesellschaften der Sparkassen und Volksbanken, Deka und Union Investment.

Neuland für ETF

Die Experten der Finanzanalyseagentur Morningstar erwarten, dass die Corona-Krise für börsengehandelte Indexfonds und andere ETFs zur Bewährungsprobe werden könnten. Diese Produkte profitierten am stärksten von der langjährigen Börsenhausse und erlebten ständig neue Rekordzuflüsse. Jetzt werden gerade sie von Großanlegern massenhaft verkauft.