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Corona-Krise gefährdet eine Million Arbeitsplätze im Mittelstand | BR24

© Felix Lincke/BR

KfW-Umfrage: Über eine Million Jobs gefährdet

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Corona-Krise gefährdet eine Million Arbeitsplätze im Mittelstand

Kleine und mittlere Firmen rechnen in diesem Jahr mit 12 Prozent weniger Umsatz und mit 3,3 Prozent weniger Beschäftigung. Das ergab das Mittelstandspanel der KfW-Förderbank.

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1,1 Millionen Arbeitsplätze könnten im Mittelstand bereits in diesem Jahr in Folge der Corona-Pandemie verloren gehen, wenn man die Ergebnisse der KfW-Umfrage auf ganz Deutschland hochrechnet. Zuvor hatte die Beschäftigung einen Höchststand erreicht. Bei 16 Prozent der Firmen sei der Stellenabbau inzwischen aber beschlossene Sache, trotz Kurzarbeitergeld und anderer staatlicher Hilfsmaßnahmen.

Historisch schlechte Geschäftsentwicklung durch Rücklagen abgefedert

Die mittelständischen Betriebe bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und stellen mehr als 70 Prozent aller Arbeitsplätze. Bis 2019 konnten sie zehn Jahre lang Umsatz und Beschäftigung steigern. Dann kam in diesem Frühjahr der Corona-Schock. Es wird mit einem Umsatzeinbruch um insgesamt 545 Milliarden Euro gerechnet. Positiv sei, dass viele Unternehmen in den guten Jahren Geld zurückgelegt haben, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Der Mittelstand verfüge deshalb über eine hohe Widerstandskraft, um die Krise zu überstehen. Seit dem Tiefpunkt im April habe sich die finanzielle Lage der Unternehmen bereits deutlich entspannt.

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